Sportwetten-Strategie: Spread-Wetten

Sportwetten-Strategie: Spread-Wetten

Spread-Wetten: Ursprung und Prinzip

In der Finanzwelt haben Wetten auf bestimmte Ereignisse (z.B. auf fallende Devisen-Kurse) seit jeher eine große Bedeutung. Um die Einsatzmöglichkeiten für Börsenspekulanten zu erweitern, entwickelte der Mathematik-Professor Charles K. McNeil zu Beginn der 1940er-Jahre eine neue Form des Wettens: Die sogenannte „Point Spread“-Wette (siehe auch weiter unten) bietet dem Kunden eine Wett-Strategie, dank der er nicht auf die Wahrscheinlichkeit eines Resultates, sondern auf die Punkte- bzw. Tordifferenz setzen kann.

Einer der größten Unterschiede zu einer herkömmlichen Wette ist, dass der Kunde selbst eine Einschätzung zu einem bestimmten Spielereignis vornehmen muss – zum Beispiel zur Anzahl der fallenden Tore oder erzielten Punkte.

Mögliche Wetten sind aber auch auf Verwarnungen und Fouls möglich. Liegt der individuelle Tipp außerhalb der Spannweite („Spread“), die der Buchmacher vorgibt, kann eine Wette platziert werden. Stimmt die Einschätzung des Sportwetters mit der des Wettanbieters überein, ist keine Wettplatzierung möglich.

So funktionieren Punkte-Spread-Wetten

Bei der Punkte-Spread-Wette wird einem der beiden Kontrahenten ein Punktevorteil gewährt. Im europäischen Raum ist diese Wette auch als Handicap-Wette sehr verbreitet und gemeinhin bekannt.

Der fiktive Vorsprung stellt eine Chancengleichheit zwischen zwei unterschiedlich starken Teams her und sorgt dafür, dass der Online-Buchmacher bei diesen Spread-Wetten die gleichen Quoten nahe 2.0 anbieten kann. Nach dem Spielende wird der Point-Spread zum realen Resultat hinzugerechnet und die Wette ausgewertet.

Das folgende Beispiel verdeutlicht, wie das Prinzip der Point Spread-Wetten funktioniert:

In der amerikanischen Basketball-Liga NBA treffen die Sacramento Kings auf die Philadelphia 76ers. Der Buchmacher gewährt den Philadelphia 76ers einen Punktevorteil von 6,5. Die Sacramento Kings gehen daher mit einem Spread von -6,5 ins Rennen. Der Tipper setzt auf die Kings. Er gewinnt, wenn Sacramento mit mindestens 7 Punkten Vorsprung siegt. Setzt er stattdessen auf die Philadelphia 76ers, ist die Wette erfolgreich, wenn dieses Team entweder gewinnt oder mit höchstens 6 Punkten Rückstand verliert.

Varianten und Anwendungsgebiete

Die Wettart „Spread Betting“ bietet fast unerschöpfliche Einsatzmöglichkeiten. Theoretisch kann auf fast jedes Ereignis innerhalb einer Begegnung eine Spread-Wette online abgeschlossen werden. Ein gutes Beispiel sind Fußballmatches, in denen man beispielsweise die Anzahl der roten bzw. gelben Karten oder auch den Zeitpunkt des ersten Tores vorhersagen kann. Beim Tennis können die Tipper zum Beispiel auf die Anzahl der Tie-Breaks oder der servierten Asse wetten.

Beliebt sind auch Wetten auf schwer vorhersagbare Ereignisse wie die Gesamtsumme der Trikot-Nummern einer Fußballmannschaft. Trikotnummern-Wetten sind mit einem hohen Risiko behaftet, da die Aufstellungen erst kurz vor Spielbeginn bekannt gegeben werden. Zum anderen ist es heutzutage Usus, dass Einwechselspieler hohe Rückennummern tragen. Fällt unerwartet ein Stammspieler aus, kann sich die Gesamtsumme der Trikot-Nummern stark erhöhen und die abgeschlossene Wette durchaus schnell verloren gehen.

Unterschied zwischen Handicap-Wette und Spread-Wette

In Europa und Asien wird die Spread-Wette auch gerne als „Handicap-Wette“ bezeichnet. Dieser Begriff wird vor allem im Bereich der Fußballwetten verwendet. Er bezieht sich auf das vom Online-Buchmacher für die jeweilige Spread-Wette festgelegte Handicap, d.h. auf das Kräfteverhältnis von Favorit und Außenseiter.

Der einzige nennenswerte Unterschied zur Spread-Wette besteht darin, dass bei den Spread-Wetten auch halbe Ziffern als Differenz verwendet werden. Ein Unentschieden als möglicher Ausgang der Wette ist damit bei dieser Wettart ausgeschlossen. Bei einer ganzzahligen Zählweise ist neben Sieg und Niederlage eben auch ein Unentschieden möglich. Spread-Wetten mit halbzahligen Werten werden fast ausschließlich in Sportarten mit Punktesystem (z.B. Baseball oder Basketball) angeboten.

Berechnung der Gewinne und Verluste

Befindet sich der Wert, auf den der Tipper setzt, oberhalb der vom Online-Buchmacher für Spread-Wetten festgelegten Spanne, berechnet sich der Gewinn bzw. Verlust wie folgt:

  • Gewinn = Einsatz x (Summe der Aktionen minus oberes Limit)
  • Verlust = Einsatz x (Oberes Limit minus Summe der Aktionen)

Liegt der Wert unterhalb der vom Buchmacher festgelegten Spanne, werden die Gewinne und Verluste folgendermaßen berechnet:

  • Gewinn = Einsatz x (unteres Limit minus Summe der Aktionen)
  • Verlust = Einsatz x (oberes Limit minus Summe der Aktionen)

Folgendes Beispiel dient der besseren Veranschaulichung:

Zu den beliebtesten Spread-Wetten gehören Eckballwetten, die auf fast jedes wichtige Fußball-Spiel abgeschlossen werden können. Für das folgende Beispiel nehmen wir an, dass Celtic Glasgow in der UEFA Champions League im eigenen Stadion auf den FC Barcelona trifft. Der Spread auf die Eckballwetten wird vom Spread-Wetten Online-Buchmacher auf 10 - 11 festgelegt.

Wenn Sie denken, dass es in dem Spiel mehr als 11 Eckbälle geben wird, kaufen Sie die Wette (Buy). Falls Sie denken, dass es weniger Eckstöße geben wird, verkaufen Sie (Sell). Den Einsatz pro Punkt legen Sie z.B. mit 10 Euro fest.

Die Partie läuft anders, als der Spread-Wetten Online-Buchmacher vorhergesagt hatte: Der FC Barcelona spielt trotz des Auswärtsnachteils enorm druckvoll, sodass es zu 15 Eckbällen kommt. Wenn Sie den Spread gekauft haben, gewinnen Sie 40 Euro→ (15 - 11) x 10. Wenn Sie mit weniger Eckbällen gerechnet und verkauft haben, verlieren Sie 50 Euro → (15 - 10) x 10.

Begrenzen von Verlusten

Wer Spread-Wetten online abschließt, kann theoretisch unbegrenzte Profite einfahren. Tipper mit großem sportlichen Fachwissen können durch ihr Know-how dabei ansehnliche Gewinne erzielen. Allerdings bergen solchen Wetten auch hohe Risiken, da nicht nur die Gewinne, sondern auch die Verluste unbegrenzt sind. Aus diesem Grund bieten einige Online-Buchmacher von Spread-Wetten limitierte Wetten an.

Ein möglicher Weg, das Risiko bei dieser Form von Sportwetten zu minimieren, ist ein frühzeitiger Ausstieg aus der Wette. Dieser wird auch oftmals Cash-Back genannt. Je nach Anbieter kann der Tipper sogar während eines laufenden Spiels aussteigen. Hat man eine langfristige Spread-Wette auf den Ausgang eines Turniers oder einer ganzen Saison platziert, empfiehlt es sich, im Falle eines Falles rechtzeitig auszusteigen.

Fazit

Spread-Wetten sind für alle diejenigen Fans von Sportwetten geeignet, die großen Wert auf Risikominimierung legen und gleichzeitig bessere Quoten genießen möchten als bei herkömmlichen Ergebniswetten. Außerdem bietet diese Form der Wetten ein bisschen mehr Spannung und Nervenkitzel, da es auf die Details ankommt.

Bei den vielen neuen Buchmachern, die Sportwetten online anbieten, bieten sich für Spread-Wetten fast unbegrenzte Wettmöglichkeiten. Statt des korrekten Endergebnisses muss hier nur ein Mindestvorsprung erreicht werden, was die Attraktivität von Spread-Wetten zusätzlich erhöht.

Aufgrund des größeren Verlustrisikos gilt es jedoch auch wachsam zu sein und die Wette als auch den Spielverlauf ganz genau im Auge zu behalten. Einsteiger, die erst seit kurzer Zeit ihre Sportwetten online abschließen, sollten sich möglichst auf limitierte Spread-Wetten beschränken.

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