Wimbledon: 5 Gründe, zu Beginn nicht auf Favoriten zu setzen

Wimbledon: 5 Gründe, zu Beginn nicht auf Favoriten zu setzen

Wimbledon: Das traditionsreichste und noch immer prestigeträchtigste Tennisturnier im Jahr. Wenn auf dem Rasen des Grand-Slam-Turniers im Mutterland der Sportwetten aufgeschlagen wird, wähnen sich vor allem die britischen Sportwetter im gelobten Land.

Doch boomt zu derartig gehypten Veranstaltungen das Sportwetten bei den besten Buchmachern weltweit – auch im deutschsprachigen Raum. Gerade in den ersten Runden scheinen schnell ein paar Groschen leicht verdient zu sein.

Das Turnier ist nämlich groß. In den Hauptfeldern der Herren und Damen befinden sich zum Start jeweils 128 Teilnehmer. Die Wahrscheinlichkeit eines Aufeinandertreffens vom Turnierfavoriten mit einem krassen Außenseiter ist in den Runden eins und zwei sehr groß.

Jetzt schnell einen Hunderter auf den Weltranglisten-Ersten gesetzt, der heute 11.30 Uhr gegen einen Qualifikanten aus der Dominikanischen Republik ran muss, von dem fernab des Karibischen Meeres noch kein normaler Mensch etwas gehört hat.

Ein Tipp, mit dem man zweifelsohne häufiger gewinnt als verliert. Unser Tipp: Tun Sie es nicht! Auf lange Sicht verlieren Sie Geld mit dieser Taktik. Einige Gründe in diesem Artikel.

1. Die zu geringe Wettquote

Wenn Spieler A haushoher Favorit gegen Spieler B ist, dann wissen das natürlich auch die Buchmacher. Sie werden entsprechend mickrige Quoten auf den Sieg von A anbieten.

Bei einem Match des Weltranglisten-Ersten gegen einen Random-Qualifikanten mit der Ranglistenposition 150 liegt die Quote bei einem Grand-Slam-Match über drei Gewinnsätze quasi immer und zum Teil deutlich unter 1,1 für den Favoriten. Nehmen wir für das Rechenbeispiel aber einfach mal das bei renommierten Wettanbietern gängige Quotenpärchen 1,1 und 7.

Spieler A müsste am Stück 21 Matches gegen Spieler B gewinnen, um multipliziert mit dem ursprünglichen Einsatz und allen Gewinnen über dessen Quote (7:1) zu kommen. Würde man jeweils den Reingewinn ausbezahlt zurücklassen und wieder mit dem Ursprungseinsatz ins neue Match starten, so käme man gar erst nach 70 Siegen am Stück für Spieler A auf die Auszahlung, die man bei gleichem Einsatz für einen einmaligen Sieg mit der Quote 7 für Spieler B erhielte.

Zudem müsste Spieler A bei gleichbleibenden Einsätzen zehnmal in Serie gewinnen, um den Sportwetter eine Niederlage erlauben zu können, ohne gesamt ins Minus zu rutschen. Durchschnittlich ein Sieg aus sieben Matches für Spieler B genügte stattdessen, um einen Tipp auf ihn langfristig zu rechtfertigen.

2. Die Wettsteuer

Jene betrifft die deutschen Sportwetter, wenngleich nicht bei jedem Anbieter gleichermaßen hart. Da die in deutschen Grenzen agierenden Online-Buchmacher per Gesetz dazu verpflichtet sind, eine Steuer in Höhe von fünf Prozent auf Wetten zu entrichten, haben die meisten von ihnen diesen Satz kurzum auf die deutschen Kunden umgelegt.

Ergo: Entweder beim generellen Abschluss der Wette oder bei der Auszahlung einer erfolgreichen Wette wird dem deutschen Sportwetter das entsprechende Sümmchen vom Wettbetreiber abgenommen. Ausnahmen gibt es, aber nicht viele.

Gerade aber bei geringen Wettquoten und einer zuzüglichen Abgabe einer gewonnenen Wette von fünf Prozent des Gewinns macht Wetten auf glasklare Favoriten im deutschen Raum mathematisch wenig oder keinen Sinn. Theoretisch kann es bei sehr geringen Quoten sogar dazu führen, dass man trotz einer gewonnenen Wette einen finanziellen Verlust erleidet, da der Zugewinn durch die Quote geringer ist als die „Steuer“-Abgabe.

Selbstredend passiert das nicht besonders häufig – weil die Kunden die Abgabe in ihre Wetten einpreisen und niemand im Besitz des vollen Bewusstseins freiwillig eine Wette mit garantiertem Verlust eingeht.

3. Das „Favoritensterben“

Bei Tennis-Sportwetten ist der Ausdruck „Favoritensterben“ insbesondere zu Beginn großer Turniere längst zum geflügelten Wort geworden. Hier tut sich nicht selten das Sandplatz-Grand-Slam-Turnier in Paris hervor. In Roland Garros „sterben“ seit Jahrzehnten etliche der vermeintlichen Favoriten zeitig.

Doch auch in Wimbledon, bei den Australien Open und bei den US Open verlieren in den ersten Runden meist mehr Favoriten, als es denen gefallen kann. Häufig „stirbt“ der Hochkaräter tatsächlich eher, als dass er vom Konkurrenten „getötet“ wird.

Soll heißen: Gerade zu Beginn eines Turniers sind viele der Top-Leute noch nicht so recht auf ihrem normalen Leistungsniveau. Das kann mit der psychischen Belastung zu tun haben, zwei Wochen am Stück gute Leistungen bringen zu müssen, um möglichst viele Weltranglisten-Punkte zu ergattern.

Das kann mit der Einstellung zum Spiel gegen einen unbekannten, unorthodox aufspielenden Gegner zu tun haben; mit der ungewohnten Umgebung; deutlich schnellerem oder langsameren Belag als in zuvor gespielten Turnieren; mit selbst auferlegten Druck, gegen den Noname auf der anderen Seite unbedingt gewinnen zu müssen; mit einem schlechten Tag, Krankheit oder Verletzung...

4. Der Belag

Einer der oben genannten Gründe muss in einer Extra-Kategorie herausgenommen werden, weil er nicht allein mit der Psyche des vermeintlichen Favoriten zu tun hat. Wie in kaum einer zweiten Sportart spielt der Belag im Tennis zumindest für sogenannte Spezialisten eine herausragende Rolle.

Es gibt Sandplatzspezialisten, die bei den French Open alles in Grund und Boden laufen, spielen und stöhnen. Wenige Wochen später scheitern sie in Wimbledon auf Rasen in der ersten Runde sang- und klanglos, weil sie die wesentlich schnelleren Bälle einfach läuferisch nicht erreichen.

Und es gibt die Aufschlagspezialisten, denen der Belag bei den French Open wiederum viel zu langsam ist, während sie mit ihren 230-km/h-Aufschlägen auf englischem Rasen ihren Kontrahenten die Filzkugeln rechts und links um die Ohren schleudern, ehe die sich so recht auf das Returnieren vorbereitet haben.

Es gibt Rückschlagspezialisten, die eine enorme Reaktionsgeschwindigkeit besitzen und die Aufschläge ihres Gegenübers schon antizipieren, während der in die Höhe geworfene Ball noch lange nicht die Bespannung des Rackets erreicht hat.

Für den Sportwetter ist es wichtig, vor allem bei den extrem konträren Sand- und Rasenplatzturnieren die speziellen (nicht durchschnittlichen) Stärken der Spieler zu kennen. Eine Top-Platzierung in der Weltrangliste ist noch kein Garant dafür, dass ein Spieler den jeweiligen Belag gut beherrscht.

Da gerade die Gegner in den ersten Runden jenseits der Top 100 auch ihre Spezialbeläge haben, die aber einem Großteil der Teilnehmer des Wettmarktes nicht bekannt sind, kann sich entgegen der kleinen Quoten für den Favoriten eine recht hohe Quote für den Außenseiter lohnen. Zumindest dann, wenn der Sportwetter sich mit den entsprechenden Begebenheiten auskennt.

5. Die Lokalmatadoren

Sport ist – wie vieles im Leben – auch eine Kopfsache. Wenn ein frenetisch anfeuerndes Publikum hinter einem bestimmten Sportler oder hinter einer bestimmten Mannschaft steht, kann diesem oder dieser das zu ungeahnten Kräften verhelfen.

Im Tennis konnte man das jahrzehntelang im Davis Cup verfolgen, als die Wettbewerbsrunden noch in einem Land der beiden konkurrierenden Teams zur Austragung kamen. Dass ein Achtzigster der Weltrangliste einen Fünfzehnten mithilfe der Unterstützung der heimischen Fans schlug, war teilweise gar eher die Regel als die Ausnahme.

Im Bezug auf Tennisturniere ist dies nichts anderes. Underdogs aus dem austragenden Land können über sich hinauswachsen. Vorsicht vor Wetten gerade in den ersten Runden auf Favoriten, die gegen Lokalmatadoren antreten! Auf der anderen Seite kann ein heimischer Hoffnungsträger aus den Top 10 psychisch schnell unter der Last der Erwartungen zusammenbrechen, die eine ganze Tennisnation auf seine Schultern gestapelt hat.

Wie bei allen anderen der genannten Gründe gilt auch hier für den Sportwetter viel eher zu prüfen, ob ein Tipp auf die wesentlich höhere Quote für den Außenseiter langfristig eine vielversprechende Strategie ist. Natürlich sollte man auch dafür seine Gründe haben und nicht blind auf alle Außenseiter des Tages setzen.

Hierzu benötigt es Erfahrung, feines Gespür – aber allem weit voran Wissen, mit welchen Spielern und Charakteren man es zu tun hat.

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