Krypto Casino Steuer Österreich 2026: Was du wissen musst

Du hast im Krypto Casino gespielt und fragst dich jetzt: Muss ich meine Gewinne in Österreich versteuern?
Die Frage nach der Krypto Steuer Österreich ist komplexer, als viele denken - und seit der Steuerreform 2022 grundlegend anders geregelt als zuvor. Kurze Antwort: Den reinen Spielgewinn müssen Freizeitspieler grundsätzlich nicht versteuern. Aber auf Kryptowährungs-Kursgewinne fällt Steuer an.
Immer mehr Spieler nutzen Krypto Casinos, bei denen Ein- und Auszahlungen direkt in Kryptowährung erfolgen - und stehen dann vor der Frage, welche steuerlichen Pflichten damit verbunden sind.
In Österreich treffen beim Krypto Casino zwei völlig verschiedene Steuerkonzepte aufeinander: die Spielgewinnsteuer (zahlt der Betreiber, 45 % gem. §57 GSpG) und die Kapitalertragsteuer auf Krypto-Kursgewinne (zahlt ggf. der Spieler, 27,5 % KESt gem. §27b EStG). Diesen Unterschied zu kennen, ist entscheidend.
Dieser Ratgeber erklärt dir, was Kryptowährung Steuer Österreich 2026 konkret bedeutet, welche Regeln nach der Ökosozialen Steuerreform 2022 gelten, was sich mit dem Krypto-Meldepflichtgesetz und der geplanten Glücksspielreform 2026/27 ändert - und was du jetzt tun solltest.
Viele Anbieter locken mit einem attraktiven Crypto Casino Bonus - auch hier gilt: Kursgewinne auf eingesetzte Kryptowährung sind steuerpflichtig, unabhängig von Bonusaktionen.
⚖️ Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben Stand April 2026.
Schnellüberblick: Wann bin ich als Krypto-Casino-Spieler steuerpflichtig?
| Deine Situation | Steuerpflichtig? | Was gilt? |
| Spielgewinn (Freizeitspieler) | Nein | Betreiber zahlt bereits 45 % Glücksspielabgabe (§57 GSpG) |
| Krypto-Kursgewinn zwischen Kauf und Casino-Einzahlung | Ja | 27,5 % KESt auf den Kursgewinn (§27b EStG) |
| Krypto-Kurs gesunken oder unverändert | Nein | Kein steuerpflichtiges Ereignis, ggf. Verlust verrechenbar |
| Stablecoins (USDT/USDC) - Kauf mit Krypto | Grauzone | Krypto-zu-Krypto grundsätzlich steuerneutral - Steuerberater empfohlen |
| Berufsspieler (systematisch, Haupteinkommen) | Ja | Progressiver Einkommensteuertarif 0-55 % auf alle Spielgewinne |
Krypto Steuer Österreich: Die rechtliche Grundlage
Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen in Österreich basiert auf zwei Grundpfeilern: der Ökosozialen Steuerreform 2022 und dem speziell für Krypto geschaffenen §27b EStG. Beide zusammen definieren, was besteuert wird, wann und in welcher Höhe.
Ökosoziale Steuerreform 2022 – Krypto als Kapitalvermögen
Bis März 2022 galten Kryptowährungen in Österreich steuerlich als Spekulationsobjekte. Mit der Ökosozialen Steuerreform, die am 1. März 2022 in Kraft trat, änderte sich das grundlegend: Kryptowährungen werden seitdem als Einkünfte aus Kapitalvermögen gemäß §27 EStG behandelt - gleichgestellt mit Aktien und Anleihen.
- Keine Spekulationsfrist mehr: Das frühere Prinzip 'nach 1 Jahr steuerfrei' gilt nicht mehr für Neuvermögen.
- Einheitlicher KeSt-Satz von 27,5 % auf alle Krypto-Einkünfte aus Kapitalvermögen.
- Altbestände: Bitcoin & Co., die vor dem 1. März 2021 erworben und seitdem nicht gegen andere Wirtschaftsgüter getauscht wurden, bleiben steuerfrei. Wichtige Ausnahme: Wird Altbeständ-Krypto gegen eine andere Kryptowährung getauscht, gilt dies als Realisierungsereignis - die erhaltenen Coins sind ab diesem Zeitpunkt Neuvermögen (§27b Abs. 4 EStG).
📌 Quelle: Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) stellt auf bmf.gv.at detaillierte Leitlinien zur Kryptowährung Steuer Österreich 2026 bereit. Diese Seite ist die maßgebliche Referenz.
§27b EStG - Was konkret besteuert wird
Die gesetzliche Grundlage für die Krypto Steuer Österreich findet sich in §27b Einkommensteuergesetz (EStG). Das Gesetz unterscheidet zwei Kategorien steuerpflichtiger Einkünfte:
- Laufende Einkünfte aus Kryptowährungen: Mining-Erträge, Lending-Zinsen, Staking-Rewards über Drittanbieter (z. B. Börsen), DeFi Liquidity Mining. Diese unterliegen bei Zufluss der 27,5-%-KESt.
- Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen: Verkauf von Krypto gegen Euro oder Tausch gegen andere Wirtschaftsgüter. Dazu zählt auch: die Ein- oder Auszahlung an einem Krypto-Casino, sofern dabei ein Kurs-Gewinn realisiert wird.
💡 Hinweis: Tausch Krypto zu Krypto (z. B. Bitcoin gegen Ethereum) ist nach aktuellem Recht steuerneutral. Erst beim endgültigen Umtausch in Euro entsteht ein steuerpflichtiges Ereignis.
Spielgewinnsteuer vs. Kapitalertragsteuer – Der entscheidende Unterschied
Dies ist der häufigste Denkfehler bei der Krypto Steuer Österreich 2026: Spieler glauben, entweder alles oder nichts versteuern zu müssen. Die Wahrheit: Zwei völlig verschiedene Steuern kommen ins Spiel.
Spielgewinnsteuer – Betrifft den Anbieter, nicht dich
Casino-Gewinne sind für Freizeitspieler in Österreich grundsätzlich steuerfrei. Warum? Der Casino-Betreiber zahlt bereits eine Glücksspielabgabe nach dem Glücksspielgesetz (GSpG): 45 % auf den Bruttospielertrag (GGR = Einsätze minus ausgezahlte Gewinne) gemäß §57 GSpG. Du als Spieler schuldest auf den reinen Spielgewinn nichts.
⚠️ Wichtig: Berufsspieler, die systematisch und mit klarer Gewinnerzielungsabsicht spielen, unterliegen dem progressiven Einkommensteuertarif (0–55 %). Das betrifft die große Mehrheit der Freizeitspieler jedoch nicht.
Kapitalertragsteuer auf Krypto – Betrifft das Krypto-Vermögen selbst
Hier liegt der entscheidende Punkt der Kryptowährung Steuer Österreich 2026: Wenn du Bitcoin oder Ethereum im Casino einsetzt und später wieder auszahlst, kann dabei ein steuerpflichtiger Kursgewinn entstehen - nicht der Spielgewinn selbst, sondern der Wertzuwachs deiner Krypto zwischen Einzahlung und Auszahlung.
Praxisbeispiel: Du zahlst 0,01 BTC (Anschaffungswert: 300 Euro) ins Casino ein. Zum Einzahlungszeitpunkt ist dieser BTC 400 Euro wert. Kursgewinn = 100 Euro. Dieser Betrag ist mit 27,5 % KESt steuerpflichtig (= 27,50 Euro Steuer) - unabhängig davon, ob du im Casino gewinnst oder verlierst.
Übersicht - Wer zahlt welche Steuer beim Krypto Casino:
| Steuerart | Steuerschuldner | Steuersatz | Bemessungsgrundlage |
| Spielgewinnsteuer (GSpG) | Casino-Betreiber | 45 % auf GGR | Einsätze minus Gewinne des Anbieters |
| KESt (§27b EStG) | Spieler (auf Krypto-Kursgewinn) | 27,5 % | Krypto-Kursgewinn beim Umtausch in Fiat |
| Einkommensteuer | Berufsspieler | 0–55 % (Tarif) | Gesamte Spielgewinne als Einkommen |
Wann musst du als Krypto-Casino-Spieler Steuern zahlen?
Die Antwort auf die häufigste Frage: 'Muss ich Krypto Casino Gewinne in Österreich versteuern?' hängt von drei Szenarien ab.
Szenario 1: Freizeit-Spieler bei lizenziertem Anbieter
Wenn du bei einem der besten Bitcoin Casinos spielst und deine Kryptowährung zwischen Kauf und Einzahlung an Wert gewonnen hat, entsteht ein steuerpflichtiger Kursgewinn – nicht auf den Spielgewinn selbst, sondern auf diesen Wertzuwachs.
Als gelegentlicher Freizeitspieler bei einem EU-lizenzierten Casino musst du den Spielgewinn selbst nicht deklarieren. Was zählt: Hat sich der Kurs deiner Kryptowährung zwischen Ein- und Auszahlung verändert?
- Kurs unverändert oder gesunken: Kein steuerpflichtiger Krypto-Kursgewinn.
- Kurs gestiegen: Der Kursgewinn (Differenz zwischen Anschaffungswert und Auszahlungswert in Euro) ist mit 27,5 % KESt steuerpflichtig.
- Empfehlung: Datum und Euro-Wert jeder Krypto-Transaktion dokumentieren. Tools wie Blockpit oder Koinly helfen bei der automatischen Aufzeichnung.
Szenario 2: Krypto-Kursgewinne beim Spielen – Die 27,5-%-Regel
Ein konkretes Zahlenbeispiel zur Krypto Steuer Österreich 2026: Du kaufst 1 BTC für 30.000 Euro. Monate später, als Bitcoin auf 45.000 Euro gestiegen ist, nutzt du diesen Bitcoin im Krypto-Casino. Durch die Verwendung (= Realisierung des Krypto-Werts) hast du einen Kursgewinn von 15.000 Euro realisiert.
Steuerberechnung: 15.000 Euro × 27,5 % = 4.125 Euro KESt. Bei ausländischen Krypto-Casinos zieht niemand diese Steuer automatisch ab – du bist selbst für die Deklaration über FinanzOnline verantwortlich.
📌 KESt-Automatik: Inländische Krypto-Dienstleister wie Bitpanda sind seit 1. Januar 2024 verpflichtet, die KESt automatisch einzubehalten (Endbesteuerungsprinzip). Bei ausländischen Plattformen und Krypto-Casinos bleibt die Selbstdeklarationspflicht vollständig bestehen.
Szenario 3: Berufsspieler - Wann greift die Einkommensteuer?
Spielst du regelmäßig, systematisch und ist das Casino dein Haupteinkommen, kann das Finanzamt dich als gewerblichen Spieler einstufen. Dann gilt der progressive Einkommensteuertarif (bis zu 55 %) auf alle Gewinne.
Indikatoren: sehr hohe Spielfrequenz, kein weiteres Haupteinkommen, nachweisliche Gewinnerzielungsabsicht. Die allermeisten Freizeitspieler fallen nicht in diese Kategorie.
💡 Experten-Tipp: Spiele nur bei den besten Online Casinos mit gültiger EU-Lizenz – das schafft nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch steuerliche Klarheit.
Kryptowährung Steuer Österreich 2026 - Was sich ändert
Das österreichische Krypto-Steuerrecht ist seit 2022 in Bewegung. Zwei Entwicklungen verändern die Spielregeln für Casino-Spieler konkret: die KESt-Automatik für inländische Plattformen seit 2024 und das Krypto-Meldepflichtgesetz, das ab 2026 schrittweise greift.
KESt-Automatik seit 2024 - Inländische Anbieter ziehen automatisch ein
Seit 1. Januar 2024 sind österreichische Krypto-Dienstleister gesetzlich verpflichtet, die KESt von 27,5 % automatisch einzubehalten und ans Finanzamt abzuführen. Für dich als Nutzer gilt Endbesteuerung - du musst diese Einkünfte nicht mehr separat angeben.
⚠️ Wichtig: Diese automatische KESt-Abfuhr gilt ausschließlich für inländische Krypto-Plattformen. Bei ausländischen Krypto-Casinos – der Mehrzahl der Anbieter – bleibt die Selbstdeklarationspflicht vollständig bestehen.
Krypto-Meldepflichtgesetz und DAC8 - Mehr Transparenz ab 2026/27
Ab 1. Jänner 2026 ist das Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG) in Kraft - die österreichische Umsetzung der EU-Richtlinie DAC8. Was das konkret bedeutet:
Mit der Krypto Steuer Österreich 2026 kommt auch das Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG): Ab 1. Jänner 2026 müssen alle Krypto-Plattformen Transaktionsdaten ihrer Nutzer erfassen. Ab 2027 erfolgt die erste automatische Übermittlung an das BMF für das Steuerjahr 2026.
- Ab 1. Jänner 2026: Alle Krypto-Plattformen (Börsen, Wallets, Casinos) müssen Transaktionsdaten systematisch erfassen.
- Ab 2027: Automatische Datenübermittlung ans BMF für das Steuerjahr 2026.
- Internationaler Datenaustausch: Daten werden mit anderen EU-Steuerbehörden geteilt.
Was das bedeutet: Das BMF wird künftig automatisch wissen, wer welche Krypto-Transaktionen durchgeführt hat – auch bei ausländischen Plattformen. Wer bisher Krypto-Einkünfte nicht deklariert hat, sollte das Zeitfenster vor 2027 für eine freiwillige Selbstanzeige nutzen.
Glücksspielreform 2026/27 – Was sich für Krypto-Casino-Spieler ändern könnte
Das österreichische Online-Glücksspielmonopol (win2day) läuft 2027 aus. Die Regierung plant ein offenes Lizenzmodell mit mehreren privaten Konzessionen, einer unabhängigen Glücksspielbehörde und stärkerer Regulierung von Krypto-Zahlungen.
- Mehrere private Konzessionen statt Staatsmonopol
- Unabhängige Glücksspielbehörde (nach deutschem Vorbild)
- Zentrales Spielersperrsystem
- Stärkere Regulierung von Krypto-Zahlungen im Glücksspielbereich
Wichtig für die Kryptowährung Steuer Österreich 2026: Auch bei einer Reform bleibt die KESt-Pflicht auf Krypto-Kursgewinne in jedem Fall bestehen. Der reine Spielgewinn bleibt für Freizeitspieler weiterhin steuerfrei.
⚠️ Wichtig: Der Gesetzesentwurf zur Glücksspielreform ist noch nicht beschlossen (Stand: April 2026). Alle Angaben basieren auf öffentlich bekannten Regierungsplänen und können sich ändern.
So meldest du Krypto-Casino-Gewinne beim Finanzamt
Ob und wie du Krypto-Casino-Gewinne beim Finanzamt melden musst, hängt davon ab, wo du gespielt hast und ob die KESt bereits automatisch abgeführt wurde.
Wann ist eine Steuererklärung Pflicht?
Du bist zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn:
- Du Krypto bei einem ausländischen Krypto-Casino oder einer ausländischen Börse in Fiat getauscht hast und kein automatischer KESt-Abzug erfolgte.
- Du Einkünfte aus Mining, Lending, Staking über Drittanbieter oder DeFi erzielt hast.
- Deine Kapitalerträge (nach KESt-Abzug) und weitere Einkünfte bestimmte Freibeträge überschreiten.
Frist: 30. Juni des Folgejahres (elektronisch via FinanzOnline). Wurde die KESt bereits automatisch einbehalten, gilt Endbesteuerung.
Die Beilage E1kv – Schritt-für-Schritt in FinanzOnline
- Schritt: Einkommensteuererklärung (Formular E1) in FinanzOnline aufrufen.
- Schritt: Beilage E1kv (Einkünfte aus Kapitalvermögen) wählen – Punkt 1.3.5 Einkünfte aus Kryptowährungen.
- Schritt: Laufende Einkünfte (Mining, Lending) → Kennzahl 171 (inländisch) / 172 (ausländisch).
- Schritt: Realisierte Wertsteigerungen (BTC-Verkauf, Casino-Auszahlung) → Kennzahl 173/174 (Gewinne) oder 175/176 (Verluste).
- Schritt: Krypto-Derivate (Futures, Optionen) → Kennzahl 857 (progressiver Tarif).
Verlustverrechnung – Krypto-Verluste steuerlich nutzen
Krypto-Verluste können mit anderen Kapitalgewinnen aus derselben Vermögenskategorie verrechnet werden. Spielverluste selbst sind nicht absetzbar.
- Tausch Krypto zu Krypto (Neuvermögen): steuerneutral – kein realisierbarer Verlust. Achtung: Tauscht du Altbeständ-Krypto (vor 1. März 2021), ist dies ein steuerpflichtiges Realisierungsereignis.
- Verluste aus Glücksspiel (Spielverluste): steuerlich nicht absetzbar.
- Kein allgemeiner Freibetrag für Krypto-Einnahmen. Die allgemeine Bagatellgrenze von 22 Euro gilt für Kapitalerträge, bei denen kein automatischer KESt-Abzug erfolgte - d. h. bei kleinen Beträgen unter 22 Euro entfällt die Deklarationspflicht. Sobald dieser Betrag überschritten wird, ist eine Einkommensteuerklärung verpflichtend.
Sonderthemen: NFTs, DeFi und nicht lizenzierte Casinos
Neben den klassischen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum tauchen im Casino-Kontext zunehmend weitere digitale Assets auf. NFTs, DeFi-Protokolle und Stablecoins folgen dabei teils komplett anderen Steuerregeln als reguläre Krypto - und auch der Lizenzstatus des Anbieters hat steuerliche Relevanz.
NFTs im Casino-Kontext – Andere Steuerregeln beachten
NFTs fallen nicht unter §27b EStG. Für sie gilt:
- Verkauf innerhalb von 12 Monaten: progressiver Einkommensteuertarif (0–55 %).
- Verkauf nach mehr als 12 Monaten Haltedauer: steuerfrei.
- Kauf von NFTs mit Krypto-Neuvermögen = steuerpflichtiger Tausch gegen ein Wirtschaftsgut: erst KESt auf Krypto-Kursgewinn, dann ggf. Einkommensteuer auf NFT-Gewinn.
DeFi und Play-to-Earn im Casino-Kontext
Play-to-Earn-Belohnungen und Lending-Zinsen aus DeFi gelten als laufende Einkünfte – sie werden bei Zufluss mit 27,5 % KESt besteuert.
- On-Chain-Staking (ohne Drittanbieter): Rewards bei Zufluss steuerfrei, Anschaffungskosten = 0; erst beim Verkauf 27,5 % KESt.
- Staking über Börse/Drittanbieter: 27,5 % KESt bereits bei Zufluss der Rewards.
Stablecoins (USDT/USDC) im Krypto-Casino – Steuerliche Besonderheit
Viele Krypto-Casinos verwenden primär Stablecoins wie USDT (Tether) oder USDC als Spielwährung. Stablecoins sind darauf ausgelegt, ihren Wert konstant zu halten (1 USDT ≈ 1 USD), weshalb bei diesen selbst in der Regel kein Kursgewinn entsteht. Allerdings gilt: Wenn du Bitcoin oder Ethereum zuerst in USDT tauschst, um dann im Casino einzuzahlen, handelt es sich um einen Krypto-zu-Krypto-Tausch. Nach aktueller BMF-Position ist ein solcher Tausch grundsätzlich steuerneutral – sofern beide Coins als Kryptowährung gemäß §27b EStG eingestuft werden.
Nicht lizenziertes Krypto-Casino – Steuerrechtliche Grauzone
Krypto-Casinos ohne gültige EU-Lizenz operieren in einer rechtlichen Grauzone. Die KESt-Pflicht auf Krypto-Kursgewinne bleibt unabhängig vom Lizenzstatus des Anbieters bestehen. Empfehlung: Nutze ausschließlich seriöse Online Casinos mit gültiger EU-Lizenz.
Spielst du bei seriösen Online Casinos mit EU-Lizenz, genießt du steuerliche Klarheit: Der Anbieter kommt seinen Meldepflichten nach, und du kannst deine Krypto-Kursgewinne sauber deklarieren.
Österreich vs. Deutschland: Krypto Casino Steuer im Vergleich
Viele österreichische Spieler kennen die deutschen Regelungen - und die Unterschiede sind erheblich. Ein direkter Vergleich der beiden wichtigsten Punkte:
| Aspekt | Österreich | Deutschland |
| Spielgewinn (Freizeitspieler) | Steuerfrei (Betreiber zahlt 45 % GGR) | Steuerfrei (Online-Glücksspiel nicht steuerpflichtig für Spieler) |
| Krypto-Kursgewinn (Verkauf/Einzahlung) | 27,5 % KESt - kein Haltedauer-Privileg für Neuvermögen | Persönlicher Einkommensteuersatz (0–45 %) gem. §23 EStG - nach 1 Jahr Haltedauer steuerfrei |
| Automatische Meldepflicht (DAC8) | Ab 1.1.2026 (Krypto-MPfG), Meldung an BMF ab 2027 | Ebenfalls ab 2026 (DAC8-Umsetzung), Meldung an BZSt ab 2027 |
| Steuerfreie Untergrenze | Kein allgemeiner Freibetrag (Bagatellgrenze 22 Euro) | 1.000 Euro Freigrenze gem. §23 EStG (kein Sparerpauschbetrag - bei Überschreitung ist alles steuerpflichtig) |
💡 Fazit: Österreich behandelt Krypto-Kursgewinne strenger als Deutschland - kein Haltedauer-Privileg, kein allgemeiner Freibetrag. Der einzige Vorteil des AT-Systems für Casino-Spieler: Der reine Spielgewinn ist in beiden Ländern steuerfrei.
Selbstanzeige – Was tun, wenn du bisher nichts gemeldet hast?
Das Zeitfenster schließt sich: Ab 2027 übermitteln Krypto-Plattformen Transaktionsdaten automatisch ans BMF. Wer bisher Krypto-Casino-Einkünfte nicht oder unvollständig deklariert hat, kann jetzt noch straffrei handeln - danach nicht mehr.
Wann ist eine Selbstanzeige sinnvoll?
Wer Krypto-Einkünfte seit 2022 nicht oder unvollständig deklariert hat, sollte jetzt handeln. Ab 2027 übermitteln Krypto-Plattformen Transaktionsdaten automatisch ans BMF (Krypto-MPfG/DAC8). Eine freiwillige Selbstanzeige vorher ermöglicht eine straffreie Nachzahlung.
⚠️ Wichtig: Sobald das Finanzamt selbst eine Prüfung einleitet, ist eine strafbefreiende Selbstanzeige nicht mehr möglich. Handle, bevor du geprüft wirst.
Schritt für Schritt zur Selbstanzeige
- Schritt: Alle Krypto-Transaktionen seit 2022 dokumentieren – Kauf- und Verkaufsdaten, Plattformen, Euro-Werte.
- Schritt: Krypto-Steuer-Tool nutzen (Blockpit, Koinly, CoinTracking) für automatischen Transaktionsbericht inkl. österreichischer Steuerberechnung.
- Schritt: Steuerberater mit Krypto-Erfahrung für die korrekte Formulierung der Selbstanzeige einbeziehen.
- Schritt: Nachzahlung inkl. Anspruchszinsen über FinanzOnline leisten.
FAQ - Häufige Fragen zur Krypto Steuer Österreich 2026
Muss ich Krypto Casino Gewinne in Österreich versteuern?
Nein - den reinen Spielgewinn musst du als Freizeitspieler nicht versteuern. Ja - auf Krypto-Kursgewinne fällt Steuer an: Ist deine Kryptowährung (Neuvermögen ab 1. März 2021) bei der Casino-Einzahlung im Plus, fällt 27,5 % KESt an (§27b EStG). Die 45 % Glücksspielabgabe des Betreibers (§57 GSpG) betrifft dich als Spieler nicht.
Was ist die Krypto Steuer Österreich 2026 konkret?
Die Krypto Steuer Österreich 2026 umfasst zwei wesentliche Neuerungen: (1) KESt-Automatik seit 2024 für inländische Anbieter und (2) das Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG/DAC8) ab 1. Jänner 2026. Ab 2027 meldet das BMF Transaktionsdaten automatisch – auch für ausländische Krypto-Casino-Transaktionen.
Was bedeutet Kryptowährung Steuer Österreich 2026 für Casino-Spieler?
Ab 2026/27 melden alle Krypto-Plattformen Transaktionsdaten automatisch ans Finanzamt (DAC8/Krypto-MPfG). Wer Krypto-Einkünfte bisher nicht oder unvollständig deklariert hat, sollte vor Einleitung einer Steuerprüfung eine freiwillige Selbstanzeige einreichen - diese ist straffrei möglich. Der Steuersatz auf Krypto-Kursgewinne (Neuvermögen) bleibt unverändert bei 27,5 % KESt gemäß §27b EStG.
Was ist der Unterschied zwischen Spielgewinnsteuer und KESt?
Die Spielgewinnsteuer trägt ausschließlich der Casino-Betreiber: 45 % Glücksspielabgabe auf den Bruttospielertrag (GGR) gemäß §57 GSpG. Als Spieler zahlst du keine Steuer auf deinen Gewinn selbst. Die KESt von 27,5 % fällt nur dann an, wenn deine eingezahlte Kryptowährung (Neuvermögen ab 1. März 2021) zwischen Kauf und Einzahlung im Kurs gestiegen ist.
Wann muss ich in FinanzOnline deklarieren?
Eine Steuererklärung ist Pflicht, wenn du bei einem ausländischen Krypto-Casino gespielt und dabei Krypto in Fiat getauscht hast - denn ausländische Plattformen führen keine österreichische KESt ab. Die Kursgewinne musst du selbst in der Einkommensteuererklärung angeben: Formular E1 mit Beilage E1kv, Kennzahl 173/174. Abgabefrist: 30. Juni des Folgejahres (bei Online-Einreichung via FinanzOnline).
Ist Bitcoin Casino Spielen in Österreich legal?
Derzeit ist win2day die einzige konzessionierte Online-Casino-Plattform. EU-lizenzierte Casinos sind durch die EU-Dienstleistungsfreiheit zugänglich, aber nicht nach österreichischem GSpG lizenziert. Die Glücksspielreform 2026/27 könnte dies ändern (Stand: in Diskussion, noch nicht beschlossen).
Werden NFT-Gewinne aus Krypto-Casinos anders besteuert?
Ja. NFTs fallen nicht unter §27b EStG, sondern werden als sonstige Wirtschaftsgüter behandelt. Wird ein NFT innerhalb von 12 Monaten nach dem Kauf verkauft, gilt der progressive Einkommensteuertarif (0–55 %). Nach 12 Monaten Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei. Wichtig: Wer NFTs mit Krypto-Neuvermögen kauft, löst dabei bereits einen steuerpflichtigen Tauschvorgang aus.
Was passiert, wenn ich meine Krypto-Casino-Steuern nicht melde?
Ab 1. Jänner 2027 übermitteln alle Krypto-Plattformen automatisch Transaktionsdaten ans BMF (Krypto-MPfG/DAC8). Nicht deklarierte Krypto-Einkünfte aus vergangenen Jahren können dann als Abgabenhinterziehung gewertet werden - mit empfindlichen Strafen. Wer jetzt handelt, kann eine freiwillige Selbstanzeige einreichen: Diese ist straffrei möglich, solange noch keine Steuerprüfung eingeleitet wurde.





