Blackjack Basisstrategie - Einfach Karten zählen

Auch ohne Mathematikstudium kannst du dir die beste Blackjack Strategie aneignen. Mit etwas Übung beherrschst du sogar in kürzester Zeit das Kartenzählen.
Der folgende Artikel erklärt dir die Blackjack Basisstrategie, deckt Blackjack Mythen auf und bringt dir ein paar der bekanntesten Wettsysteme näher.
Die Seite bietet eine umfassende Übersicht über verschiedene Blackjack-Strategien und -Techniken, die Spielern helfen können, ihre Gewinnchancen zu maximieren. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Basisstrategie: Diese Strategie basiert auf mathematischen Wahrscheinlichkeiten und gibt Spielern Empfehlungen, wie sie ihre Karten in verschiedenen Situationen spielen sollten. Sie ist der Schlüssel zur Minimierung des Hausvorteils.
- Kartenzählen: Eine fortgeschrittene Technik, bei der Spieler hohe und niedrige Karten zählen, um den "True Count" zu berechnen und ihre Einsätze entsprechend anzupassen.
- Wettsysteme: Verschiedene Systeme wie Martingale, Fibonacci und Oscar’s Grind helfen Spielern, ihre Einsätze zu steuern. Diese Systeme können die Varianz senken, aber nicht den Hausvorteil.
- Hausvorteil: Der Hausvorteil im Blackjack ist relativ niedrig, besonders wenn Spieler die Basisstrategie befolgen. Zusätzliche Regeln und Nebenwetten wie Insurance können den Hausvorteil jedoch erhöhen.
- Blackjack Mythen: Die Seite entkräftet einige verbreitete Mythen, wie die Annahme, dass Kartenzählen illegal sei oder dass das Ziel des Spiels sei, so nah wie möglich an 21 Punkte zu kommen.
Diese Strategien und Techniken bieten Spielern eine fundierte Grundlage, um ihre Blackjack-Fähigkeiten zu verbessern und ihre Gewinnchancen zu erhöhen.
Blackjack Quoten verstehen
Wenn du dich mit den Blackjack Quoten auseinandersetzt, wirst du weniger Schwierigkeiten haben, Blackjack Strategien zu befolgen. Denn die viel zitierte Basisstrategie macht nichts anderes als die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Resultate zu berechnen und dem Spieler so den Pfad zu weisen, der am ehesten zum Erfolg führt.
Manchmal liegen die Wahrscheinlichkeiten erschreckend nah beieinander. Trittst du etwa mit 15 Punkten gegen einen Buben des Dealers (= 10 Punkte) an, gewinnst du mit Stand zu ungefähr 23 %. Hit lässt dich nur zu 22 % gewinnen –allerdings enden 6 % der Hände in einem Unentschieden. Deshalb ist es mathematisch immer besser, eine Karte zu ziehen.
Warum wird Mathematik benötigt?
Die Blackjack Quoten werden nicht ausgewürfelt. Je nachdem, welche Punktzahl du und der Dealer vor euch liegen habt und welche Karten sich im Deck befinden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Busts mal höher, mal niedriger.
11 Punkte sind Blackjack Spielern am liebsten. Schließlich gibt es keine einzige Karte, mit der du nun einen Bust erleiden kannst. Umgekehrt ist der Bust mit 21 Punkten garantiert, würde man eine weitere Karte ziehen.
Aus den Gesetzen der Mathematik ergibt sich die Blackjack Basisstrategie. Diese rechnet für jede noch so schwierige Spielsituation das beste Vorgehen aus.
Blackjack Wahrscheinlichkeiten
Jede Spielsituation im Blackjack ist unterschiedlich wahrscheinlich. Die nachstehende Tabelle veranschaulicht, wie wahrscheinlich ein Bust für den Spieler ist, wenn er noch eine Karte zieht:
| ♦ SPIELER PUNKTZAHL | ⚡ BUST WAHRSCHEINLICHKEIT |
| 11 | 0 % |
| 12 | 31 % |
| 13 | 39 % |
| 14 | 56 % |
| 15 | 58 % |
| 16 | 62 % |
| 17 | 69 % |
| 18 | 77 % |
| 19 | 85 % |
| 20 | 92 % |
| 21 | 100 % |
Und so häufig kommt es für den Dealer zum Bust:
| ♠ DEALER PUNKTZAHL | ⚡ BUST WAHRSCHEINLICHKEIT |
| 2 | 35 % |
| 3 | 38 % |
| 4 | 40 % |
| 5 | 42 % |
| 6 | 42 % |
| 7 | 26 % |
| 8 | 24 % |
| 9 | 23 % |
| 10 | 21 % |
| Ass | 12 % |
Die Wahrscheinlichkeit, eine Blackjack Hand zu verlieren, beträgt 49,10 %. Umgekehrt gewinnst du allerdings nur 42,22 % der Hände. In 8,48 % der Fälle endet die Hand in einem Unentschieden.
Der Hausvorteil im Blackjack
Blackjack hat einen erstaunlich niedrigen Hausvorteil. Befinden sich 6 Decks im Einsatz, und der Dealer muss mit Soft 17 stoppen, beträgt der Hausvorteil lediglich 0,45 %. Die Anzahl der Decks und die Regeln beeinflussen die Auszahlungsquote. Wird zum Beispiel ohne die Soft 17 Regel gespielt, steigt der Hausvorteil um etwa 0,2 %.
Der Hausvorteil steigt auch, wenn du Blackjack Nebenwetten wie Insurance abschließt. Lässt du dich auf die Insurance Wette ein, liegt der Vorteil für das Haus bei schwindelerregenden 7,7 %.
Blackjack Surrender bezeichnet Blackjack Spiele, bei denen du Hände vorzeitig aufgeben kannst. Late Surrender reduziert den Hausvorteil um 0,07 %. (Blackjack Early Surrender wird nur selten offeriert.)
| 💡 Wichtig: Der Hausvorteil gilt ausschließlich, wenn du mathematisch optimal spielst. Jede falsche Entscheidung wird abgestraft. Gerade die Surrender Regel erweist sich als Stolperfalle: Denn du darfst nur die schlechtesten Blackjack Hände aufgeben. Andernfalls löst sich der vermeintliche Vorteil in Luft auf. |
Die Blackjack Basisstrategie
Nur wenn du die Blackjack Basisstrategie befolgst, beträgt der Blackjack RTP über 99 % (der Hausvorteil liegt bei optimaler Spielweise bei etwa 0,5 %). Die Basisstrategie gleicht deine Karten mit der offen ausliegenden Karte des Dealers ab und gibt dir Handlungsempfehlungen.
Die Blackjack Tabelle: Basisstrategie auf einen Blick
Die Blackjack Tabelle ist das wichtigste Werkzeug der Basisstrategie. Sie sagt dir für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers, welche Entscheidung mathematisch die beste ist: ziehen, stehen bleiben, verdoppeln oder teilen. Wer die Blackjack Tabelle konsequent anwendet, drückt den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent. Wer nach Gefühl spielt, verschenkt schnell ein Vielfaches davon.
Die folgenden drei Tabellen decken die komplette Basisstrategie ab – harte Hände, weiche Hände und Paare. Auswendig lernen musst du sie nicht. Beim Online Blackjack kannst du die Tabelle offen neben dem Spiel liegen haben, das ist ausdrücklich erlaubt.
So liest du die Blackjack Tabelle
Jede Zeile steht für deine Hand, jede Spalte für die offene Karte des Dealers. Du suchst die Zeile mit deiner Punktzahl, gehst nach rechts bis zur Spalte mit der Dealerkarte und liest ab, was zu tun ist.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen harten und weichen Händen – die genauen Kartenwerte und Beispiele findest du in unserer Übersicht zu Blackjack Regeln und Kartenwerte. Eine weiche Hand enthält ein Ass, das als 11 zählt – Ass und 6 ergeben eine weiche 17. Überkaufen kannst du dich damit nicht, weil das Ass bei Bedarf auf 1 herunterzählt. Eine harte Hand hat kein Ass oder ein Ass, das bereits als 1 zählt: 10 und 7 ergeben eine harte 17, und jede weitere Karte kann dich über 21 bringen.
Diese Unterscheidung entscheidet, welche der beiden Tabellen du benutzt. Sie ist zugleich der häufigste Fehler von Einsteigern.
Wenn die Regeln am Tisch abweichen
Die Tabellen oben gelten für den üblichen Mehrdeck-Schuh: 4 bis 8 Decks, der Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt. Das ist die verbreitetste Variante, aber nicht die einzige. Drei Abweichungen solltest du kennen.
Zieht der Dealer auf Soft 17, steigt der Hausvorteil um etwa 0,2 Prozentpunkte, und einzelne Felder verschieben sich – unter anderem verdoppelst du Hard 11 dann auch gegen ein Ass. Je weniger Decks im Schuh liegen, desto niedriger ist der Hausvorteil; beim Einzeldeck verdoppelst du Hard 9 zusätzlich gegen eine Dealer-2. Und ist Verdoppeln nach dem Teilen nicht erlaubt, teilst du 4-4, 3-3 und 2-2 seltener, weil der Nachschlag fehlt.
Welche Regeln gelten, steht bei jedem Online-Tisch in der Spielinfo. Der Blick dorthin dauert zehn Sekunden und entscheidet, ob die Tabelle überhaupt passt.
Online findest du diverse Tabellen für verschiedene Blackjack Varianten. Beim 21 Burn Blackjack hast du etwa die Möglichkeit, die zweite Karte gegen eine dritte zu tauschen. Wann dies sinnvoll ist, lässt sich mathematisch berechnen – und online mit Hilfe von Tabellen nachvollziehen.
Wenn du dich mit den Blackjack Wahrscheinlichkeiten beschäftigst, wirst du feststellen, dass sich die Mathematik in der basic Strategy Blackjack widerspiegelt. Zum Beispiel läuft der Dealer mit 4 bis 6 Punkten am ehesten Gefahr, dass die Hand in einem Dealer Bust endet. Entsprechend wollen wir sehr viel häufiger verdoppeln; mit vulnerablen Händen bleiben wir stehen, weil wir auf den Bust hoffen.
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Blackjack Strategien für Fortgeschrittene
Wettstrategien können die Varianz senken und unterhaltsam sein. Statt die Einsätze irgendwie zu platzieren, nehmen dir Wettsysteme die Entscheidung ab. In Kombination mit der Blackjack Basisstrategie sind deine Erfolgsaussichten so am größten.
Die weiter unten aufgelisteten Strategien lassen sich auch auf andere Tischspiele anwenden. Sieh jedoch von Nebenwetten wie Insurance ab. Die Gewinnchance sollte ungefähr bei 50 % liegen. Andernfalls ist das Risiko unberechenbar.
Perfect Blackjack Strategie
Die beim Blackjack beste Strategie ist die Basisstrategie. Diese Strategie ist immer gleich, egal wie viele Decks verwendet werden oder ob mit Hard 17 Regel gespielt wird.
Unterschiede gibt es allenfalls im Detail. Zum Beispiel wird für Soft 18 Hände Double Down empfohlen, wenn der Dealer 3 bis 6 Punkte zeigt. Gegen eine 2 solltest du stattdessen Stand wählen – ebenso gegen 7 und 8, weil die 18 dort meist ohnehin gewinnt. Zeigt der Dealer 9, 10 oder ein Ass, wird gezogen. Da nicht alle Blackjack Spiele die gleichen Double Down Regeln haben, unterbreitet die Perfect Blackjack Strategie mehrere Vorschläge.
Doubling Down im Blackjack
Wenn du die Blackjack beste Strategie-Karte zücken willst, musst du gewillt sein, mit bestimmten Händen zu verdoppeln. Nicht immer ist dies intuitiv. Mit 11 Punkten liegt es nahe, den Einsatz zu verdoppeln – schließlich landest du mit jeder Bildkarte und jeder Zehn bei 21 Punkten.
Wusstest du aber, dass du manchmal auch Soft Hände verdoppeln solltest? Soft 13 und 14 jedoch nur, wenn der Dealer eine 5 oder 6 präsentiert. Soft 15 und 16 wollen zusätzlich verdoppeln, wenn der Dealer eine 4, 5 oder 6 aufdeckt.
Mit Double Down machst du dir eine vorteilhafte Spielsituation zunutze. Nur wenn du Double Down wählst, bleibt der Hausvorteil niedrig. Aus Angst vor einer Niederlage nicht zu verdoppeln, erhöht den Hausvorteil.
Würdest du hier verdoppeln?
Der Dealer zeigt eine Karte, du siehst deine zwei. Entscheide dich – danach bekommst du die Regel und die Begründung dazu.
| Deine Hand | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | Ass |
|---|
✅ verdoppeln · ❌ nicht verdoppeln. Die Spalten zeigen die offene Karte des Dealers, die 10 steht für alle zehnwertigen Karten. Tabelle seitlich scrollen.
Regelwerk: Die Empfehlungen gelten für den üblichen Mehrdeck-Schuh (4 bis 8 Decks), bei dem der Dealer auf Soft 17 stehen bleibt und Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt ist. Zieht der Dealer auf Soft 17, verschieben sich einzelne Entscheidungen – prüfe die Regeln am Tisch, bevor du spielst.
Wichtig: Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil, sie hebt ihn nicht auf. Auch perfekt gespielt bleibt Blackjack ein Glücksspiel mit Verlustrisiko.
Nur für Personen ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen – spiel verantwortungsbewusst und setze nie mehr, als du verlieren kannst.
Mit Double Down und Split vertiefst du beide Entscheidungen – wann sich das Verdoppeln lohnt und wann ein Splitting-Zug die bessere Wahl ist.
Splitting Strategie im Blackjack
Mit ausgeteilten Paaren steht dir beim Blackjack Split als Option zur Verfügung. Auch hier weiß die Basisstrategie Rat. Zum Beispiel sollte man zwei Zehnen nie splitten. Der Grund liegt auf der Hand: Du hast bereits 20 Punkte – eine extrem starke Hand. Würdest du die Hände separat weiterspielen, stündest du letzten Endes wahrscheinlich mit weniger Punkten da.
Am häufigsten wird der Split empfohlen, wenn die Wahrscheinlichkeit auf einen Bust des Dealers besonders groß ist. Ab 8 Punkten beim Dealer wird nur noch mit 8-8, 9-9 und A-A zum Splitten geraten. Zeigt der Dealer eine 10 oder ein Ass, bleibst du mit 9-9 stehen – 18 Punkte sind dort besser als zwei neue Hände. Asse und Achter teilst du dagegen immer, auch gegen eine 10 oder ein Ass: Eine harte 16 ist die schlechteste Hand im Spiel, zwei Hände mit je 8 sind klar die bessere Ausgangslage.
Bankroll richtig einteilen
Keine Blackjack Strategie garantiert Gewinne. Beim Lotto Millionen abzuräumen, ist wahnsinnig unwahrscheinlich – trotzdem schaffen es immer wieder Menschen, sechs Richtige samt Superzahl zu tippen. Am Blackjack Tisch kannst du mit 20 Punkten gegen 5 Punkte beim Dealer verlieren, weil dieser irgendwie auf 21 Punkte kommt.
Mit Bankroll-Management kannst du die Wahrscheinlichkeiten im Zaum halten und mehr Spielzeit aus deiner Einzahlung herausholen. Wie du mit deinem Budget haushalten willst, musst du entscheiden. Manche Ratgeber behaupten, man müsse mindestens 500 € einzahlen, wenn man mit 5-Euro-Einsätzen spielen will. Andere Blackjack Profis sagen, dass 250 € ausreichen.
Das Edward Thorp System
Edward O. Thorp war ein US-amerikanischer Mathematiker, der in den 1960er Jahren „Beat the dealer“ veröffentlichte. In seinem Buch beschreibt der Autor erstmals, wie man beim Blackjack Karten zählen kann, und welche anderen Blackjack Tipps den Hausvorteil mindern.
Das Buch enthält unter anderem zahlreiche Tabellen. Damals war das Werk revolutionär, heute obsolet. Online kannst du Blackjack Strategien und Tabellen heutzutage kostenlos abrufen.
| 💡 Schon gewusst? Thorp beschäftigte sich auch mit Backgammon und fand heraus, wie man die Gewinnwahrscheinlichkeit eines Spielers berechnen konnte. |
1-3-2-6 Wettsystem
Die 1-3-2-6 Wettstrategie erfordert – ungeachtet der vier Zahlen im Namen – kein mathematisches Genie. Die Zahlen geben bloß an, wie du setzt. Zunächst legst du einen Grundeinsatz fest. Der Einfachheit halber nehmen wir 1€.
Gewinnst du eine Blackjack Hand, setzt du die Folge fort: Erhöhe auf 3 € Einsatz. Danach 2 €, dann 6 €. Hast du viermal in Folge gewonnen, beginnst du von vorne. Ebenfalls von vorne beginnst du, wenn du eine Hand verlieren solltest.
Das 1-3-2-6 System beruht auf der Paroli Strategie, einem Einsatzsystem mit positiver Progression. Bei einer positiven Progression steigt der Einsatz nur im Gewinnfall.
Das Oscar Grind Wettsystem
Oscar’s Grind ist ein Wettsystem, das in den 1960er Jahren entstand – im gleichen Jahrzehnt, in dem Edward O. Thorp der Welt seine Blackjack Tipps mitteilte. Der Oscar Grind versucht kleine, konstante Gewinne einzufahren, bei überschaubarem Risiko.
Am ehesten ist es mit Paroli Einsatzsystemen vergleichbar. Du erhöhst den Einsatz nur, wenn du gewinnst, behältst den neuen Einsatz aber bei, bis du insgesamt im Plus landest. Dann startest du wieder mit deinem Grundeinsatz.
Mit Oscar’s Grind holst du besonders viel Spielzeit aus deinem Budget heraus. Allerdings wirst du nur geringe Gewinne erzielen. Dass du am Ende des Abends hohe Gewinne verzeichnest, ist unwahrscheinlich.
Fibonacci Wettsystem
Bei dieser Blackjack Strategie machst du dir die Fibonacci-Folge zunutze, die auf den italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa zurückgeht. Bei dieser Folge entspricht die nächste Zahl stets der Summe der beiden vorherigen Zahlen. Also: 0-1-1-2-3-5-8-13 usw.
Bei der Fibonacci Wettstrategie erhöhst du den Einsatz nach jedem Verlust, wie es die Fibonacci-Folge vorgibt. Verlierst du mit 2 € Einsatz, machst du mit 3 € Einsatz weiter, dann 5 € etc. Im Gewinnfall musst du allerdings zwei Schritte zurückgehen. Gewinnst du zum Beispiel erst mit 13 € Einsatz, liegt der Einsatz der nächsten Runde bei 5 €.
Du musst nicht mit 1 € Einsatz starten. Theoretisch funktioniert das System mit jedem Einsatz. Multipliziere den gewählten Grundeinsatz mit den Zahlen der Folge. Denk daran, dass du mit dem Tischlimit kollidieren könntest, wenn du zu hoch einsteigst.
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D’Alembert Wettstrategie
Das D’Alembert Einsatzsystem ist nach dem französischen Mathematiker und Philosophen Jean-Baptiste le Rond d’Alembert benannt. Du legst einen Grundeinsatz fest und erhöhst diesen um eine Einheit, wenn du verlierst. Im Gewinnfall reduzierst du den Einsatz um eine Einheit.
Angenommen, du startest mit 10 € und büßt den Einsatz ein. Nun erhöhst du Runde für Runde den Einsatz um 10 €, bis du dich gegen den Blackjack Dealer durchsetzt. Glückt dir dies, reduzierst du den Einsatz um 10 €.
D’Alemberts Strategie ist eine negative Progression wie das Martingale-System. Im Gegensatz zu Martingale birgt die Spielweise nach D’Alembert ein geringeres Risiko.
Parlay Wettsystem
Parlay ist eine Wettstrategie, die das Risiko nicht meidet, sondern es begrüßt. Dein Einsatz am Tisch steigt – wie beim 1-3-2-6 Wettsystem – nach jeder gewonnenen Runde. Entscheidest du eine Runde für dich, wiederholst du den Einsatz und setzt den gesamten erspielten Gewinn. Verlierst du, startest du von vorne.
Anders als bei den meisten Einsatzsystemen ist die Bankroll starken Schwankungen unterworfen. Dies ist nichts für schwache Nerven. Idealerweise setzt sich der Spieler eine Zielmarke, zum Beispiel vier gewonnene Hände in Folge.
Labouchere Wettsystem
Labouchere ist eine Blackjack beste Strategie, die etwas schwieriger zu erklären ist. Zu Beginn musst du eine Zahlenfolge festlegen. Zum Beispiel 3-4-5. Dein Einsatz entspricht immer der Summe der ersten und letzten Zahl deiner Sequenz. Hier 8 € (3 + 5).
Streiche die Zahlen, die du für den Einsatz herangezogen hast, im Gewinnfall aus der Zahlenfolge. Hast du verloren, erweiterst du die Sequenz um den verlorenen Einsatz. Die neue Folge wäre bei einem Sieg des Dealers also: 3-4-5-8.
Die Summe der Zahlen einer Folge entspricht dem Gewinn, den du erzielst, wenn du alle Zahlen abstreichst. Bestimme so deinen Wunschgewinn, bevor du dir eine Sequenz notierst.
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Blackjack Versicherung
Mit der Insurance Nebenwette schließt du eine Versicherung gegen einen Dealer Blackjack ab. Die Side Bet wird nur bei einem offen ausliegenden Ass des Dealers angeboten. Gesetzt den Fall, dass der Dealer tatsächlich einen Blackjack aufdeckt, wird die Insurance im Verhältnis 2:1 ausgezahlt.
So verlockend die Side Bet erscheint, ist sie – ohne Karten zu zählen – nie sinnvoll. Im Grunde ist sie ein Trick des Online Casinos, denn die Versicherung hat einen Hausvorteil von etwa 7,7 %.
Fortgeschrittenes Karten zählen im Blackjack
Der Mathematiker Edward O. Thorp erklärte in den 1960er Jahren erstmals, dass man die Karten beim Blackjack zählen könnte, um sich so einen Vorteil gegenüber dem Dealer zu verschaffen. Befinden sich viele Karten mit hohem Wert im Deck, steigt die Blackjack Wahrscheinlichkeit.
Üblicherweise werden beim Kartenzählen nicht alle Karten einzeln gezählt. Stattdessen zählt man hohe (high) und niedrige (low) Karten. Low sind zum Beispiel die Karten 2 bis 6. Sie werden +1 gezählt, wann immer sie auftauchen. High wären Asse und alle Karten, die für 10 Punkte stehen. Diese zählt man -1. (Die Karten 7 bis 9 werden nicht weiter berücksichtigt.)
Nach jeder gespielten Runde wird die gezählte Punktzahl durch die Anzahl der Decks geteilt, die sich noch im Kartenschlitten befinden. Auf diese Weise wird der „True Count“ ermittelt, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht nur mit einem Deck gespielt wird.
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Blackjack Mythen
Um das Blackjack Spiel halten sich Mythen, die schlicht nicht wahr sind. Wir haben drei für dich entkräftet:
| ⁉️ Das Ziel des Spiels ist es, so nah wie möglich an 21 Punkte heranzukommen. | Falsch! Ziel des Spiels ist es, sich gegen den Dealer durchzusetzen. Gemäß Basisstrategie solltest du auch mit 12 oder 13 Punkten manchmal stehen bleiben. Richtig ist, dass Blackjack dem französischen Vingt et un (übersetzt: Einundzwanzig) entsprungen ist. |
| ⁉️ Beim Blackjack Karten zu zählen, ist illegal. | Falsch! In Österreich ist es keine Straftat, sich mit dem Kartenzählen einen Vorteil zu verschaffen. Richtig ist, dass Spielbanken von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und dich des Gebäudes verweisen können, solltest du als Kartenzähler auffallen. Online lässt sich ohnehin nicht zählen: Bei Tischen mit Zufallsgenerator wird nach jeder Hand neu gemischt, und auch die meisten Live-Tische mischen den Schuh früh genug, dass keine verwertbare Zählung entsteht. |
| ⁉️ Der Dealer hat meistens einen Blackjack, wenn ein Ass offen ausliegt. | Falsch! In einem 52-Karten-Deck haben nur 16 Karten den Wert 10. Der Dealer hat also zu etwa 31 % einen Blackjack vor sich liegen. |
Wo du in Österreich Blackjack spielen kannst
Blackjack ist ein Bankhalterspiel und fällt damit unter das österreichische Glücksspielgesetz. Online anbieten darf es hierzulande nur, wer eine Konzession des Finanzministeriums hält – das ist derzeit allein win2day, die Plattform der Österreichischen Lotterien. Diese sogenannte Superkonzession läuft bis 30. September 2027, erst danach kann der Markt neu vergeben werden.
Daneben sind zahlreiche Anbieter mit einer EU-Lizenz erreichbar, meist aus Malta. Sie unterliegen der Aufsicht ihres jeweiligen Lizenzlandes, nicht dem österreichischen Finanzministerium. Landbasiert betreibt Casinos Austria die konzessionierten Spielbanken, in denen Blackjack an echten Tischen läuft.
Für die Basisstrategie macht das keinen Unterschied – die Mathematik ist überall dieselbe. Für dich als Spieler ist es trotzdem relevant, an wen du dich im Problemfall wenden kannst. Wenn Spielen nicht mehr nur Unterhaltung ist, bietet spielsuchthilfe.at kostenlose und anonyme Beratung.
Diese Fehler kosten am meisten
- Die Versicherung nehmen. Sie sieht nach Absicherung aus, ist aber die teuerste Nebenwette am Tisch.
- Zehner teilen. 20 Punkte sind die zweitbeste Hand im Spiel – daraus zwei mittelmäßige zu machen, ist der klassische Anfängerfehler.
- Mit harter 16 gegen eine Dealer-10 stehen bleiben. Die Hand ist schlecht, aber Ziehen ist hier die weniger schlechte Option.
- Nicht verdoppeln, wenn die Tabelle es vorsieht. Jede ausgelassene Verdopplung verschenkt Erwartungswert.
- Nach Gefühl statt nach Tabelle spielen. Eine Glückssträhne ändert die Wahrscheinlichkeiten der nächsten Hand nicht.
Die Basisstrategie oben gilt für klassisches Blackjack. Bei Spanish 21, Blackjack Switch oder Double Exposure gelten eigene Regeln und damit auch andere Entscheidungen. Welche Variante wie funktioniert und wo der Hausvorteil jeweils liegt, steht in unserer Übersicht zu den Blackjack Varianten.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent. Aufheben kann sie ihn nicht – Blackjack bleibt ein Glücksspiel.
- Prüfe zuerst, ob dein Ass als 11 zählt. Harte und weiche Hände folgen unterschiedlichen Tabellen.
- Asse und Achter teilst du immer. Zehner und Fünfer nie.
- Die Versicherung ist ohne Kartenzählen immer ein Verlustgeschäft. Der Hausvorteil liegt dort bei rund 7,7 Prozent.
- Einsatzsysteme wie Martingale ändern nichts am Hausvorteil. Sie verändern nur, wie schnell dein Guthaben schwankt.
FAQs zu Blackjack Strategien
Was ist die 1-3-2-6-Strategie beim Black Jack?
Die 1-3-2-6-Strategie ist ein Einsatzsystem mit positiver Progression: Nach jedem Gewinn erhöhst du den Einsatz in der Reihenfolge 1, 3, 2, 6 Einheiten. Nach vier Siegen in Folge oder nach der ersten Niederlage beginnst du wieder bei 1. Am Hausvorteil ändert das System nichts, es steuert nur, wie stark dein Guthaben schwankt.
Wie gewinne ich beim Black Jack?
Garantiert gewinnen kannst du nicht – Blackjack bleibt ein Glücksspiel. Du kannst den Hausvorteil aber auf rund 0,5 Prozent drücken, indem du konsequent nach der Basisstrategie spielst, die Versicherung auslässt und Tische mit günstigen Regeln wählst: wenige Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt.
Was ist der Trick beim Black Jack-Spielen?
Einen Trick gibt es nicht, aber einen Denkfehler, den die meisten machen: Es geht nicht darum, möglichst nah an 21 zu kommen, sondern darum, den Dealer zu schlagen. Deshalb hängt jede Entscheidung von seiner offenen Karte ab. Gegen eine schwache Dealerkarte bleibst du auch mit 13 Punkten stehen.
Was ist die Basisstrategie im Black Jack?
Die Basisstrategie ist die mathematisch beste Entscheidung für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers. Sie wurde per Simulation über Millionen Hände errechnet und liegt als Tabelle vor. Wer sie konsequent anwendet, senkt den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent – auswendig lernen musst du sie nicht.
Wie liest man eine Blackjack Strategie Tabelle?
Jede Blackjack Tabelle stellt die Punktzahl des Spielers – links auf der Y-Achse – den Punktzahlen des Dealers – auf der X-Achse zu sehen – gegenüber. Such dir das Feld, auf dem sich deine Punktzahl mit der des Dealers überschneidet, und befolge die Anweisung. Jede Tabelle hat eine Legende, die die verwandten Abkürzungen erläutert.
Gibt es eine optimale Blackjack Strategie?
Die beste Blackjack Strategie ist die „Basic strategy“, da diese jeden Spielzug mathematisch berechnet. Online findest du diverse Tabellen, die dir als Blackjack Spickzettel dienen. Selbst wenn dir manche Spielzüge nicht intuitiv erscheinen, halte dich an die Tabelle. Nur so ist der Hausvorteil so niedrig wie angegeben.
Wie zählt man Karten beim Blackjack?
Das einfache System ist die Hi-Lo-Zählweise, bei der du niedrigen und hohen Karten einen Wert zuweist (zum Beispiel +1 und -1). Bei einem auffällig hohen, positiven Wert befinden sich noch viele Asse und Bildkarten im Deck. Diese Situation ist vorteilhaft für dich. Kartenzähler würden nun ihre Einsätze anheben.
Wie hoch ist die Gewinnchance mit der Blackjack Basisstrategie?
Der Hausvorteil von ungefähr 0,5 % bei den meisten Blackjack Spielen ergibt sich direkt aus der Basisstrategie. Das bedeutet: Die Auszahlungsquote beträgt 99,5 %; langfristig holst du dir mit der Basisstrategie 99,5 % deiner Einsätze zurück. Ohne Kartenzählen ist es auf Dauer nicht möglich, dem Hausvorteil nur mit der Basisstrategie zu begegnen.



