Blackjack Strategie

Die sogenannte Blackjack Basisstrategie basiert auf statistischen Wahrscheinlichkeiten. Sie gibt für jede Spielsituation die Entscheidung vor, die langfristig den geringsten mathematischen Nachteil aufweist.
💡 Hinweis: Die hier aufgeführten Anbieter sind in Deutschland lizenzierte Online-Spielotheken mit gültiger GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele. Der Begriff „Casino“ wird umgangssprachlich verwendet; rechtlich korrekt handelt es sich um Online-Spielotheken.
Blackjack lernen in fünf Minuten
Diese Seite erklärt, wie Sie Blackjack optimal spielen. Falls Sie die Regeln noch nicht kennen, finden Sie hier das Nötigste – danach ergeben die Tabellen weiter unten sofort Sinn.
Das Ziel des Spiels
Sie spielen nicht gegen die anderen am Tisch, sondern ausschließlich gegen den Dealer. Ziel ist nicht, möglichst nah an 21 zu kommen, sondern die Hand des Dealers zu schlagen, ohne selbst darüber zu geraten. Wer über 21 kommt, hat sofort verloren – auch dann, wenn der Dealer anschließend ebenfalls überkauft. Das ist der Grund, warum Sie mit schwachen Händen manchmal stehen bleiben.
Was die Karten zählen
Die Zahlenkarten 2 bis 10 zählen ihren aufgedruckten Wert. Bube, Dame und König zählen jeweils 10. Das Ass zählt 11 – und sobald Sie damit über 21 kämen, automatisch nur noch 1. Deshalb heißt eine Hand mit einem Ass, das als 11 zählt, eine weiche Hand: Mit der nächsten Karte können Sie sich nicht überkaufen.
Wie eine Hand abläuft
Sie setzen, bevor die Karten fallen. Dann erhalten Sie zwei offene Karten, der Dealer eine offene und – je nach Variante – eine verdeckte. Jetzt sind Sie an der Reihe und entscheiden sich für eine der fünf Aktionen. Erst danach spielt der Dealer seine Hand zu Ende, und zwar nach festen Regeln ohne eigenen Spielraum: Er zieht bis mindestens 17 und bleibt dann stehen.
Am Ende wird verglichen. Die höhere Hand gewinnt, bei Gleichstand erhalten Sie Ihren Einsatz zurück. Ein Blackjack – ein Ass zusammen mit einer zehnwertigen Karte auf den ersten beiden Karten – ist die beste Hand im Spiel und zahlt an einem guten Tisch 3:2.
Die Blackjack Quoten verstehen
Wenn Sie sich mit den Blackjack Quoten auseinandersetzen, werden Sie weniger Schwierigkeiten haben, Blackjack Strategien zu befolgen. Denn die viel zitierte Basisstrategie macht nichts anderes als die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Resultate zu berechnen und dem Spieler so den Pfad zu weisen, der am ehesten zum Erfolg führt.
Manchmal liegen die Wahrscheinlichkeiten erschreckend nah beieinander. Treten Sie etwa mit 15 Punkten gegen einen Buben des Dealers (= 10 Punkte) an, gewinnen Sie mit Stand zu ungefähr 23 %. Hit lässt Sie nur zu 22 % gewinnen –allerdings enden 6 % der Hände in einem Unentschieden. Deshalb ist es mathematisch immer besser, eine Karte zu ziehen.
Warum Mathematik im Blackjack eine Rolle spielt
Blackjack ist kein Zufallsspiel im engeren Sinne, sondern ein wahrscheinlichkeitsbasiertes Kartenspiel. Jede Entscheidung verändert das statistische Verhältnis zwischen Gewinn, Verlust und Unentschieden.
Mit 11 Punkten ist ein Bust unmöglich
Mit 20 Punkten ist das Risiko extrem hoch
Die Basisstrategie berücksichtigt diese Wahrscheinlichkeiten systematisch
Aus diesen mathematischen Zusammenhängen ergibt sich die optimale Spielweise.
Die Blackjack Quoten werden nicht ausgewürfelt. Je nachdem, wieviele Punkte Sie und/oder der Dealer vor sich liegen haben und welche Karten sich im Deck befinden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Busts mal höher, mal niedriger.
11 Punkte sind Blackjack Spielern am liebsten. Schließlich gibt es keine einzige Karte, mit der Sie nun einen Bust erleiden können. Umgekehrt ist der Bust mit 21 Punkten garantiert, würde man eine weitere Karte ziehen.
Aus den Gesetzen der Mathematik ergibt sich die Blackjack Basisstrategie. Diese rechnet für jede noch so schwierige Spielsituation das beste Vorgehen aus.
Wahrscheinlichkeit im Blackjack
Je höher der eigene Kartenwert, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Busts beim Ziehen:
- 12 Punkte → ca. 31 % Bust-Risiko
- 16 Punkte → ca. 62 % Bust-Risiko
- 20 Punkte → über 90 % Bust-Risiko
Auch der Dealer unterliegt festen Regeln, wodurch sich typische Bust-Wahrscheinlichkeiten ergeben – besonders bei offenen Karten zwischen 4 und 6.
Und so häufig kommt es für den Dealer zum Bust:
Die Wahrscheinlichkeit, eine Blackjack Hand zu verlieren, beträgt 49,10 %. Umgekehrt gewinnen Sie allerdings nur 42,22 % der Hände. In 8,48 % der Fälle endet die Hand in einem Unentschieden.
Der Hausvorteil im Blackjack
Blackjack weist im Vergleich zu vielen anderen Spielen einen niedrigen Hausvorteil auf. Dieser liegt bei optimalem Spiel häufig unter 0,5 %, hängt jedoch stark ab von:
- Anzahl der verwendeten Kartendecks
- Dealer-Regeln (z. B. Soft 17)
- erlaubten Optionen wie Surrender oder Double Down
⚠️ Wichtig:
Der niedrige Hausvorteil gilt nur, wenn Entscheidungen gemäß Basisstrategie getroffen werden. Abweichungen erhöhen den mathematischen Nachteil.
Die verschiedenen Blackjack Strategien verstehen
Die Blackjack Basisstrategie Tabelle ist der einzige Weg, wie Sie den Hausvorteil minimieren und Ihre Gewinnchancen wahren. Wer die Basisstrategie nicht befolgt und aufs Bauchgefühl hört, hat langfristig mehr Verluste zu beklagen.
Neben der Basisstrategie werden seit Jahrzehnten auch Einsatzsysteme genutzt. Mit diesen lässt sich das Risiko steuern, nicht aber der Hausvorteil absenken.
Manche Wettsysteme – wir stellen Ihnen weiter unten einige vor – sind als gefährlich einzustufen. Bei Martingale verdoppeln Sie den Einsatz jedes Mal, wenn Sie verlieren. Das Problem: Pechsträhnen lassen sich nicht vermeiden. Irgendwann stoßen Sie ans Tischlimit. Und wofür? Bei Erfolg entsprechen Ihre Gewinne dem allerersten Einsatz – obwohl sie x-fach verdoppelt haben.
Die Blackjack Basisstrategie
Die Basisstrategie ist die einzige anerkannte Methode, um den Hausvorteil zu minimieren. Sie vergleicht:
den eigenen Kartenwert
die offene Karte des Dealers
und gibt eine klare Empfehlung (Hit, Stand, Double, Split oder Surrender).
👉 Sie verändert nicht den Zufall, sorgt aber für statistisch optimale Entscheidungen.
Die Blackjack Tabelle: Basisstrategie auf einen Blick
Die Blackjack Tabelle ist das wichtigste Werkzeug der Basisstrategie. Sie zeigt für jede Kombination aus Ihrer Hand und der offenen Karte des Dealers, welche Entscheidung mathematisch die beste ist: ziehen, stehen bleiben, verdoppeln oder teilen. Wer die Blackjack Tabelle konsequent anwendet, drückt den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent. Wer nach Gefühl spielt, verschenkt schnell ein Vielfaches davon.
Die folgenden drei Tabellen decken die komplette Basisstrategie ab – harte Hände, weiche Hände und Paare. Auswendig lernen müssen Sie sie nicht. Beim Spiel im Internet können Sie die Tabelle offen daneben liegen haben, das ist ausdrücklich erlaubt.
So lesen Sie die Blackjack Tabelle
Jede Zeile steht für Ihre Hand, jede Spalte für die offene Karte des Dealers. Sie suchen die Zeile mit Ihrer Punktzahl, gehen nach rechts bis zur Spalte mit der Dealerkarte und lesen ab, was zu tun ist.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen harten und weichen Händen. Eine weiche Hand enthält ein Ass, das als 11 zählt – Ass und 6 ergeben eine weiche 17. Überkaufen können Sie sich damit nicht, weil das Ass bei Bedarf auf 1 herunterzählt. Eine harte Hand hat kein Ass oder ein Ass, das bereits als 1 zählt: 10 und 7 ergeben eine harte 17, und jede weitere Karte kann Sie über 21 bringen. Die genauen Kartenwerte und weitere Grundlagen finden Sie im Artikel zu Blackjack Regeln und Kartenwerte.
Diese Unterscheidung entscheidet, welche der beiden Tabellen Sie benutzen. Sie ist zugleich der häufigste Fehler von Einsteigern.
Wenn die Regeln am Tisch abweichen
Die Tabellen oben gelten für den üblichen Mehrdeck-Schuh: 4 bis 8 Decks, der Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt. Das ist die verbreitetste Variante, aber nicht die einzige. Drei Abweichungen sollten Sie kennen.
Zieht der Dealer auf Soft 17, steigt der Hausvorteil um etwa 0,2 Prozentpunkte, und einzelne Felder verschieben sich – unter anderem verdoppeln Sie Hard 11 dann auch gegen ein Ass. Je weniger Decks im Schuh liegen, desto niedriger ist der Hausvorteil; beim Einzeldeck verdoppeln Sie Hard 9 zusätzlich gegen eine Dealer-2. Und ist Verdoppeln nach dem Teilen nicht erlaubt, teilen Sie 4-4, 3-3 und 2-2 seltener, weil der Nachschlag fehlt.
Welche Regeln gelten, steht am Tisch in der Spielinfo. Der Blick dorthin dauert zehn Sekunden und entscheidet, ob die Tabelle überhaupt passt.
Der wichtigste Wert steht ganz oben. An einem guten Tisch liegt der Hausvorteil mit Basisstrategie bei rund 0,5 Prozent. Zahlt derselbe Tisch Blackjack nur 6:5 statt 3:2, steigt er auf fast 1,9 Prozent – also auf beinahe das Vierfache. Das holt keine Strategie wieder herein. Die Auszahlung zu prüfen, bevor Sie sich setzen, ist damit die wirkungsvollste Einzelentscheidung überhaupt.
Weitere Blackjack Strategien
Neben der Basisstrategie existieren sogenannte Einsatz- oder Wettsysteme. Diese beeinflussen:
- die Schwankungsbreite (Varianz)
- die Spieldauer
❌ Sie senken nicht den Hausvorteil.
Bekannte Systeme wie Paroli, Oscar Grind, Fibonacci oder D’Alembert sind keine Gewinnstrategien, sondern Methoden zur Einsatzsteuerung.
Perfect Blackjack Strategie
Die beim Blackjack perfekte Strategie ist die Basisstrategie. Diese Strategie ist immer gleich, egal wie viele Decks verwendet werden oder ob mit Hard 17 Regel gespielt wird.
Unterschiede gibt es allenfalls im Detail. Zum Beispiel wird Soft 18 (Ass + 7) gegen eine Dealer-3 bis Dealer-6 verdoppelt. Gegen die 2 bleiben Sie stehen, gegen 7 und 8 ebenfalls – Ihre 18 gewinnt dort oft schon so. Gegen 9, 10 oder Ass ziehen Sie. Da nicht alle Blackjack Spiele die gleichen Double Down Regeln haben, unterbreitet die Perfect Blackjack Strategie mehrere Vorschläge.
Doubling Down im Blackjack
Wenn Sie die Blackjack Strategie-Karte zücken wollen, müssen Sie gewillt sein, mit bestimmten Händen zu verdoppeln. Nicht immer ist dies intuitiv. Mit 11 Punkten liegt es nahe, den Einsatz zu verdoppeln – schließlich landen Sie mit jeder Bildkarte und jeder Zehn bei 21 Punkten.
Wussten Sie aber, dass Sie manchmal auch Soft Hände verdoppeln sollten? Soft 13 und 14 verdoppeln Sie gegen eine Dealer-5 oder -6. Soft 15 und 16 verdoppeln Sie bereits gegen eine Dealer-4 bis Dealer-6.
Mit Double Down machen Sie sich eine vorteilhafte Spielsituation zunutze. Nur wenn Sie Double Down wählen, bleibt der Hausvorteil niedrig. Aus Angst vor einer Niederlage nicht zu verdoppeln, erhöht den Hausvorteil.
Mit Blackjack verdoppeln und splitten finden Sie eine ausführliche Aufschlüsselung beider Entscheidungen.
Splitting Strategie im Blackjack
Mit ausgeteilten Paaren steht Ihnen beim Blackjack Split als Option zur Verfügung. Auch hier weiß die Basisstrategie Rat. Zum Beispiel sollte man zwei Zehnen nie splitten. Der Grund liegt auf der Hand: Sie haben bereits 20 Punkte – eine extrem starke Hand. Würden Sie die Hände separat weiterspielen, stehen Sie letzten Endes wahrscheinlich mit weniger Punkten da.
Asse und Achter teilen Sie immer – auch gegen eine 10 oder ein Ass des Dealers. Eine harte 16 ist die schlechteste Hand im Spiel, zwei Hände mit je 8 sind die klar bessere Ausgangslage. Mit 9-9 bleiben Sie dagegen gegen 7, 10 und Ass stehen.
Blackjack Geldmanagement
Kein System schützt vor Verlusten. Bankroll-Management dient ausschließlich dazu:
- das Spiel kontrolliert zu gestalten
- extreme Schwankungen zu begrenzen
- persönliche Limits einzuhalten
Es ersetzt keine Strategie und verändert keine Wahrscheinlichkeiten.
Das Edward Thorp System
Edward O. Thorp war ein US-amerikanischer Mathematiker, der in den 1960er Jahren „Beat the dealer“ veröffentlichte. In seinem Buch beschreibt der Autor erstmals, wie man beim Blackjack Karten zählen kann, und welche anderen Blackjack Tipps den Hausvorteil mindern.
Das Buch enthält unter anderem zahlreiche Tabellen. Damals war das Werk revolutionär, heute obsolet. Online können Sie Blackjack Strategien und Tabellen heutzutage kostenlos abrufen.
Schon gewusst? Thorp beschäftigte sich auch mit Backgammon und fand heraus, wie man die Gewinnwahrscheinlichkeit eines Spielers berechnen konnte.
1-3-2-6 Wettsystem
Die 1-3-2-6 Wettstrategie erfordert – ungeachtet der vier Zahlen im Namen – kein mathematisches Genie. Die Zahlen geben bloß an, wie Sie setzen. Zunächst legen Sie einen Grundeinsatz fest. Der Einfachheit halber nehmen wir 1€.
Gewinnen Sie eine Blackjack Hand, setzen Sie die Folge fort: Erhöhen Sie auf 3 € Einsatz. Danach 2 €, dann 6 €. Haben Sie viermal in Folge gewonnen, beginnen Sie von vorne. Ebenfalls von vorne beginnen Sie, wenn Sie eine Hand verlieren sollten.
Das 1-3-2-6 System beruht auf der Paroli Strategie, einem Einsatzsystem mit positiver Progression. Bei einer positiven Progression steigt der Einsatz nur im Gewinnfall.
Das Oscar Grind Wettsystem
Oscar’s Grind ist ein Wettsystem, das in den 1960er Jahren entstand – im gleichen Jahrzehnt, in dem Edward O. Thorp der Welt seine Blackjack Tipps mitteilte. Der Oscar Grind versucht kleine, konstante Gewinne einzufahren, bei überschaubarem Risiko.
Am ehesten ist es mit Paroli Einsatzsystemen vergleichbar. Sie erhöhen den Einsatz nur, wenn Sie gewinnen, behalten den neuen Einsatz aber bei, bis Sie insgesamt im Plus landen. Dann starten Sie wieder mit Ihrem Grundeinsatz.
Mit Oscar’s Grind holen Sie besonders viel Spielzeit aus Ihrem Budget heraus. Allerdings werden Sie nur geringe Gewinne erzielen. Dass Sie am Ende des Abends hohe Gewinne verzeichnen, ist unwahrscheinlich.
Fibonacci Wettsystem
Bei dieser Blackjack Strategie machen Sie sich die Fibonacci-Folge zunutze, die auf den italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa zurückgeht. Bei dieser Folge entspricht die nächste Zahl stets der Summe der beiden vorherigen Zahlen. Also: 0-1-1-2-3-5-8-13 usw.
Bei der Fibonacci Wettstrategie erhöhen Sie den Einsatz nach jedem Verlust, wie es die Fibonacci-Folge vorgibt. Verlieren Sie mit 2 € Einsatz, machen Sie mit 3 € Einsatz weiter, dann 5 € etc. Im Gewinnfall müssen Sie allerdings zwei Schritte zurückgehen. Gewinnen Sie zum Beispiel erst mit 13 € Einsatz, liegt der Einsatz der nächsten Runde bei 5 €.
Sie müssen nicht mit 1 € Einsatz starten. Theoretisch funktioniert das System mit jedem Einsatz. Multiplizieren Sie den gewählten Grundeinsatz mit den Zahlen der Folge. Denken Sie daran, dass Sie mit dem Tischlimit kollidieren könnten, wenn Sie zu hoch einsteigen.
D’Alembert Wettstrategie
Das D’Alembert Einsatzsystem ist nach dem französischen Mathematiker und Philosophen Jean-Baptiste le Rond d’Alembert benannt. Sie legen einen Grundeinsatz fest und erhöhen diesen um eine Einheit, wenn Sie verlieren. Im Gewinnfall reduzieren Sie den Einsatz um eine Einheit.
Angenommen, Sie starten mit 10 € und büßen den Einsatz ein. Nun erhöhen Sie Runde für Runde den Einsatz um 10 €, bis Sie sich gegen den Blackjack Dealer durchsetzen. Glückt Ihnen dies, reduzieren Sie den Einsatz um 10 €.
D’Alemberts Strategie ist eine negative Progression wie das Martingale-System. Im Gegensatz zu Martingale birgt die Spielweise nach D’Alembert ein geringeres Risiko.
Parlay Wettsystem
Parlay ist eine Wettstrategie, die das Risiko nicht meidet, sondern es begrüßt. Ihr Einsatz am Tisch steigt – wie beim 1-3-2-6 Wettsystem – nach jeder gewonnen Runde. Entscheiden Sie eine Runde für sich, wiederholen Sie den Einsatz und setzen den gesamten erspielten Gewinn. Verlieren Sie, starten Sie von vorne.
Anders als bei den meisten Einsatzsystemen ist die Bankroll starken Schwankungen unterworfen. Dies ist nichts für schwache Nerven. Idealerweise setzt sich der Spieler eine Zielmarke, zum Beispiel vier gewonnene Hände in Folge.
Labouchere Wettsystem
Labouchere ist eine Blackjack Strategie, die etwas schwieriger zuerklären ist. Zu Beginn müssen Sie eine Zahlenfolge festlegen. Zum Beispiel 3-4-5. Ihr Einsatz entspricht immer der Summe der ersten und letzten Zahl Ihrer Sequenz. Hier 8 € (3 + 5).
Streichen Sie die Zahlen, die Sie für den Einsatz herangezogen haben, im Gewinnfall aus der Zahlenfolge. Haben Sie verloren, erweitern Sie die Sequenz um den verlorenen Einsatz. Die neue Folge wäre bei einem Sieg des Dealers also: 3-4-5-8.
Die Summe der Zahlen einer Folge entspricht dem Gewinn, den Sie erzielen, wenn Sie alle Zahlen abstreichen. Bestimmen Sie so Ihren Wunschgewinn, bevor Sie sich eine Sequenz notieren.
Blackjack Versicherung
Mit der Insurance Nebenwette schließen Sie eine Versicherung gegen einen Dealer Blackjack ab. Die Side Bet wird nur bei einem offen ausliegenden Ass des Dealers angeboten. Gesetzt den Fall, dass der Dealer tatsächlich einen Blackjack aufdeckt, wird die Insurance im Verhältnis 2:1 ausgezahlt.
So verlockend die Side Bet erscheint, ist sie – ohne Karten zu zählen – nie sinnvoll. Im Grunde ist sie ein Trick des Casinos, denn die Versicherung hat einen Hausvorteil von etwa 7,7 %.
Fortgeschrittenes Karten zählen im Blackjack
Der Mathematiker Edward O. Thorp erklärte in den 1960er Jahren erstmals, dass man die Karten beim Blackjack zählen könnte, um sich so einen Vorteil gegenüber dem Dealer zu verschaffen. Befinden sich viele Karten mit hohem Wert im Deck, steigt die Blackjack Wahrscheinlichkeit.
Üblicherweise werden beim Kartenzählen nicht alle Karten einzeln gezählt. Stattdessen zählt man hohe (high) und niedrige (low) Karten. Low sind zum Beispiel die Karten 2 bis 6. Sie werden +1 gezählt, wann immer sie auftauchen. High wären Asse und alle Karten, die für 10 Punkte stehen. Diese zählt man -1. (Die Karten 7 bis 9 werden nicht weiter berücksichtigt.)
Nach jeder gespielten Runde wird die gezählte Punktzahl durch die Anzahl der Decks geteilt, die sich noch im Kartenschlitten befinden. Auf diese Weise wird der „True Count“ ermittelt, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass nicht nur mit einem Deck gespielt wird.
Blackjack Mythen
Um das Blackjack Spiel halten sich Mythen, die schlicht nicht wahr sind. Wir haben drei für Sie entkräftet:
⁉️ Das Ziel des Spiels ist es, so nah wie möglich an 21 Punkte heranzukommen. Falsch! Ziel des Spiels ist es, sich gegen den Dealer durchzusetzen. Gemäß Basisstrategie sollten Sie auch mit 12 oder 13 Punkten manchmal stehen bleiben. Richtig ist, dass Blackjack dem französischen Vingt et un (übersetzt: Einundzwanzig) entsprungen ist.
⁉️ Beim Blackjack Karten zu zählen, ist illegal. Falsch! In Deutschland ist es keine Straftat, sich mit dem Kartenzählen einen Vorteil zu verschaffen. Richtig ist, dass Spielbanken von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und Sie des Gebäudes verweisen können, sollten Sie als Kartenzähler auffallen. Im Internet lässt sich ohnehin nicht zählen. Bei Tischen mit Zufallsgenerator wird nach jeder Hand neu gemischt.
⁉️ Der Dealer hat meistens einen Blackjack, wenn ein Ass offen ausliegt. Falsch! In einem 52-Karten-Deck haben nur 16 Karten den Wert 10. Der Dealer hat also zu etwa 31 % einen Blackjack vor sich liegen.
Die wichtigsten Blackjack Tipps
Die Basisstrategie sagt Ihnen, wie Sie jede einzelne Hand spielen. Diese sechs Punkte entscheiden darüber, unter welchen Bedingungen Sie überhaupt spielen – und sie sind mindestens genauso wichtig.
- Prüfen Sie die Auszahlung, bevor Sie sich setzen. Ein Tisch, der Blackjack mit 6:5 statt 3:2 auszahlt, kostet Sie mehr als jede falsche Entscheidung während des Spiels. Die Quote steht auf dem Filz oder in der Spielinfo.
- Nehmen Sie die Versicherung nie. Sie sieht nach Absicherung aus, hat aber einen Hausvorteil von rund 7,7 Prozent. Ohne Kartenzählen ist sie immer ein Verlustgeschäft.
- Nutzen Sie Surrender, wo es angeboten wird. Den halben Einsatz zurückzubekommen ist bei einer harten 16 gegen eine Zehn die bessere Wahl, als die Hand auszuspielen.
- Denken Sie in Einheiten statt in Euro. Legen Sie vor dem Spiel fest, wie viele Einheiten Sie einsetzen wollen. Das trennt die Entscheidung am Tisch von Ihrem Kontostand.
- Weichen Sie nicht von der Tabelle ab, weil es sich falsch anfühlt. Die Basisstrategie ist über Millionen simulierter Hände berechnet. Eine Glückssträhne ändert die Wahrscheinlichkeit der nächsten Hand nicht.
- Prüfen Sie die Tischregeln, bevor Sie die Tabelle anwenden. Ob der Dealer auf Soft 17 zieht und wie viele Decks im Schuh liegen, verschiebt einzelne Felder – und den Hausvorteil.
Diese Fehler kosten am meisten
- Die Versicherung nehmen. Sie sieht nach Absicherung aus, ist aber die teuerste Nebenwette am Tisch.
- Zehner teilen. 20 Punkte sind die zweitbeste Hand im Spiel.
- Mit harter 16 gegen eine Dealer-10 stehen bleiben. Die Hand ist schlecht, aber Ziehen ist die weniger schlechte Option.
- Nicht verdoppeln, wenn die Tabelle es vorsieht. Jede ausgelassene Verdopplung verschenkt Erwartungswert.
- Nach Gefühl statt nach Tabelle spielen. Eine Glückssträhne ändert die Wahrscheinlichkeiten der nächsten Hand nicht.
Wo Sie in Deutschland Blackjack spielen können
Blackjack ist ein Bankhalterspiel und lässt sich in Deutschland nicht bundesweit lizenzieren. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt im Internet bundesweit nur virtuelle Automatenspiele und Online-Poker. Tischspiele wie Blackjack bleiben den Ländern vorbehalten, Konzessionen gibt es bislang nur in Schleswig-Holstein und Bayern.
Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder dürfen deshalb keine Live-Tische mit echtem Dealer anbieten. Wer Blackjack an einem echten Tisch spielen möchte, findet es in den konzessionierten Spielbanken vor Ort.
Für die Basisstrategie ändert das nichts – die Mathematik ist überall dieselbe. Wenn das Spielen nicht mehr nur Unterhaltung ist, finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter check-dein-spiel.de kostenlose und anonyme Beratung.
Was Sie in Deutschland online spielen können
Weil Blackjack im Internet nicht bundesweit lizenzierbar ist, finden Sie bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis keine Blackjack-Tische. Erlaubt sind virtuelle Automatenspiele und Online-Poker. Dort gelten eigene Schutzregeln: ein Einsatzlimit von 1 Euro pro Spin als Grundwert, das sich ab 21 Jahren auf 3 Euro und nach 90 Tagen unauffälligem Spielverhalten auf 5 Euro anheben lässt, sowie ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat über die LUGAS-Datei.
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Anbieter mit deutscher Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele
Diese Anbieter stehen auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Ihre Erlaubnis gilt für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker – Blackjack ist davon nicht erfasst.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent. Aufheben kann sie ihn nicht.
- Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Ass als 11 zählt. Harte und weiche Hände folgen unterschiedlichen Tabellen.
- Asse und Achter teilen Sie immer. Zehner und Fünfer nie.
- Die Versicherung ist ohne Kartenzählen immer ein Verlustgeschäft – der Hausvorteil liegt dort bei rund 7,7 Prozent.
- Einsatzsysteme wie Martingale ändern nichts am Hausvorteil. Sie verändern nur, wie schnell Ihr Guthaben schwankt.
FAQs
Wie liest man eine Blackjack Strategie Tabelle?
Jede Blackjack Tabelle stellt die Punktzahl des Spielers – links auf der Y-Achse – den Punktzahlen des Dealers – auf der X-Achse zu sehen – gegenüber. Suchen Sie nach dem Feld, auf dem sich Ihre Punktzahl mit der des Dealers überschneidet und befolgen Sie die Anweisung. Jede Tabelle hat eine Legende, die die verwandten Abkürzungen erläutert.
Was ist die optimale Blackjack Strategie?
Die optimale Strategie ist die Basisstrategie: die mathematisch beste Entscheidung für jede Kombination aus Ihrer Hand und der offenen Karte des Dealers. Sie wurde per Simulation über Millionen Hände errechnet und liegt als Tabelle vor. Konsequent angewendet senkt sie den Hausvorteil auf rund 0,5 Prozent. Eine bessere Spielweise gibt es ohne Kartenzählen nicht.
Wie zählt man Karten beim Blackjack?
Das einfache System ist die Hi-Lo-Zählweise, bei der Sie niedrigen und hohen Karten einen Wert zuweisen (zum Beispiel +1 und -1). Bei einem auffällig hohen, positiven Wert befinden sich noch viele Asse und Bildkarten im Deck. Diese Situation ist vorteilhaft für Sie. Kartenzähler würden nun ihre Einsätze anheben.
Wie hoch ist die Gewinnchance mit der Blackjack Basisstrategie?
Der Hausvorteil von ungefähr 0,5 % bei den meisten Blackjack Spielen ergibt sich direkt aus der Basisstrategie. Das bedeutet: Die Auszahlungsquote beträgt 99,5 %; langfristig holen Sie sich mit der Basisstrategie 99,5 % Ihrer Einsätze zurück. Ohne Kartenzählen ist es auf Dauer nicht möglich, dem Hausvorteil nur mit der Basisstrategie zu begegnen.
Was ist die beste Blackjack Strategie Tabelle?
Die beste Tabelle ist die, die zu den Regeln Ihres Tisches passt. Entscheidend sind drei Angaben: die Anzahl der Decks, ob der Dealer auf Soft 17 zieht oder stehen bleibt, und ob Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt ist. Die Tabellen auf dieser Seite gelten für den verbreitetsten Fall – 4 bis 8 Decks, Dealer steht auf Soft 17, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt.
Wie gewinnt man beim Blackjack?
Garantiert gewinnen können Sie nicht – Blackjack bleibt ein Glücksspiel. Sie können den Hausvorteil aber auf rund 0,5 Prozent drücken, indem Sie konsequent nach der Basisstrategie spielen, die Versicherung auslassen und auf die Tischregeln achten: wenige Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt.


