Blackjack verdoppeln und splitten: wann sich Double Down und Split lohnen

Verdoppeln lohnt sich bei Hard 9 gegen eine Dealer-3 bis -6, bei Hard 10 gegen 2 bis 9 und bei Hard 11 gegen 2 bis 10. Geteilt wird immer bei Assen und Achtern, nie bei Fünfern und Zehnern. Alles Weitere steht in den Tabellen auf dieser Seite - samt der vier Tischregeln, die darüber entscheiden.
Double Down und Split sind die beiden Momente im Blackjack, in denen Sie mehr Geld auf den Tisch legen, als Sie zu Beginn gesetzt haben. Beide Entscheidungen sind mathematisch durchgerechnet: Für jede Kombination aus Ihrer Hand und der offenen Dealer-Karte gibt es genau eine Empfehlung, die langfristig am besten abschneidet.
Wo Sie in Deutschland überhaupt Blackjack spielen können, klären wir weiter unten - die Rechtslage ist hier eine andere als bei Automatenspielen.
Double Down: wann Sie verdoppeln
Beim Double Down verdoppeln Sie Ihren Einsatz, nachdem Sie Ihre ersten zwei Karten gesehen haben. Danach erhalten Sie genau eine weitere Karte, dann ist Ihre Hand beendet – unabhängig davon, was Sie erreicht haben. Weil es bei dieser einen Karte bleibt, verdoppeln Sie nur mit Händen, die von einer einzigen Karte stark profitieren und bei denen Sie nicht überkaufen können.
Hard-Hände verdoppeln
Eine Hard-Hand enthält kein Ass - oder ein Ass, das zwingend als 1 zählen muss. 10 + 7 ist Hard 17.
Bei 9, 10 und 11 Punkten können Sie mit einer weiteren Karte nicht über 21 kommen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Verdoppeln überhaupt in Frage kommt.
Gegen die Dealer-2 wird Hard 9 nicht verdoppelt. Das ist der häufigste Fehler an dieser Stelle: Die 2 sieht schwach aus, der Dealer kommt damit aber noch zu oft auf 17 oder mehr. Im Einzeldeck-Spiel wäre Verdoppeln gegen die 2 korrekt, im üblichen Schuh mit vier bis acht Decks nicht.
Soft-Hände verdoppeln
Eine Soft-Hand enthält ein Ass, das als 1 oder als 11 zählen kann. Ass + 6 ist Soft 17. Überkaufen ist damit ausgeschlossen - Sie haben immer eine zweite Bewertung Ihrer Hand.
Weil Sie nicht überkaufen können, verdoppeln Sie mit Soft-Händen gegen schwächere Dealer-Karten als mit Hard-Händen - aber nur gegen die, bei denen der Dealer wirklich häufig über 21 geht. Ab der Dealer-7 ziehen Sie.
Soft 18 ist die einzige Hand in dieser Tabelle, bei der Stehenbleiben eine Rolle spielt: Gegen eine Dealer-2, -7 oder -8 gewinnt Ihre 18 oft schon so, oder es gibt ein Push. Soft 19 und Soft 20 bleiben immer stehen - 19 Punkte müssen Sie nicht verbessern.
💡 Hinweis: Die hier aufgeführten Anbieter sind in Deutschland lizenzierte Online-Spielotheken mit gültiger GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele. Der Begriff „Casino“ wird umgangssprachlich verwendet; rechtlich korrekt handelt es sich um Online-Spielotheken.
Split: wann Sie teilen
Beim Split teilen Sie ein Paar in zwei Hände auf und setzen auf die zweite Hand denselben Betrag wie auf die erste. Danach spielen Sie beide Hände einzeln weiter. Sinnvoll ist das, wenn zwei getrennte Hände mehr wert sind als das Paar zusammen.
Zwei Regeln können Sie sich ohne Tabelle merken:
- Asse und Achter teilen Sie immer.
- Fünfer und Zehner teilen Sie nie.
Warum Asse und Achter immer geteilt werden
Zwei Asse zusammen sind 12 Punkte - eine der schwächsten Hände im Spiel. Getrennt sind es zwei Hände, die jeweils mit einer 10 oder einem Bild auf 21 kommen. Zwei Achter ergeben 16, die Hand, die am häufigsten verliert. Zwei Hände mit je 8 Punkten sind zwar auch nicht stark, aber deutlich besser als eine einzelne 16.
Warum Fünfer und Zehner zusammenbleiben
Zwei Fünfer sind 10 Punkte, also eine der besten Verdopplungshände überhaupt. Wer sie teilt, macht aus einer starken Hand zwei mittelmäßige. Zwei Zehner sind 20 Punkte und gewinnen fast immer - das gibt man nicht freiwillig auf, auch nicht gegen eine schwache Dealer-Karte.
Wo Sie in Deutschland Blackjack spielen können
In Deutschland sind bundesweit ausschließlich virtuelle Automatenspiele und Online-Poker lizenzierbar. Blackjack gehört zu den Bankhalterspielen, und die bleiben den Bundesländern vorbehalten. Konzessionen dafür haben bislang nur Schleswig-Holstein und Bayern erteilt.
💡 Das bedeutet konkret: Ein deutschlandweit lizenziertes Online-Blackjack gibt es nicht. Anbieter mit einer GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele führen keine Tischspiele im Angebot, und auch keine Live-Tische mit echtem Dealer - beides fällt unter dieselbe Beschränkung.
- Die Strategie auf dieser Seite gilt deshalb vor allem für zwei Situationen: für die Spielbank vor Ort, die in Deutschland legal Blackjack anbietet, und für die Landeskonzessionen in Schleswig-Holstein und Bayern.
- Ein Detail, das bei der Orientierung hilft: Der geschützte Sammelbegriff für staatlich zugelassene Spielbankangebote darf von Anbietern mit GGL-Lizenz für virtuelle Automatenspiele nicht verwendet werden. Wer im deutschen Netz damit auftritt, hat entweder eine Landeskonzession oder gar keine deutsche Lizenz.
Für Ihr Spielerkonto gilt unabhängig vom Spiel ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, das über das System LUGAS kontrolliert wird. Höhere Limits sind nur unter Nachweisen und Auflagen möglich.
Wenn Sie Ihr Spielverhalten einschätzen lassen möchten, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter Check dein Spiel eine kostenlose und anonyme Selbsteinschätzung an.
Prüft der Dealer auf Blackjack, bevor Sie entscheiden?
Diese Frage verändert zwei Zeilen Ihrer Strategie.
Bei American Blackjack (Peek) erhält der Dealer eine verdeckte Karte und prüft sofort, ob er Blackjack hat. Hat er einen, ist die Runde vorbei, bevor Sie gesetzt haben - Ihr zusätzlicher Einsatz war nie im Spiel. Deshalb verdoppeln Sie Hard 11 auch gegen eine Dealer-10.
Bei European Blackjack (No Hole Card) zieht der Dealer seine zweite Karte erst, nachdem alle Spieler entschieden haben. Bekommt er dabei Blackjack, verlieren Sie den doppelten Einsatz mit. Gegen eine Dealer-10 ziehen Sie Hard 11 hier deshalb nur, statt zu verdoppeln.
Dasselbe gilt beim Teilen: Ohne verdeckte Karte teilen Sie keine Asse gegen ein Dealer-Ass und keine Achter gegen eine 10 oder ein Ass.
Wie viele Decks liegen im Schuh?
Die Tabellen auf dieser Seite gelten für den üblichen Schuh mit vier bis acht Decks. Bei einem oder zwei Decks verschieben sich einige knappe Entscheidungen:
- Hard 8 (z. B. 5+3) wird im Mehrdeck-Schuh gezogen, im Einzeldeck aber gegen eine Dealer-5 oder -6 verdoppelt.
- Hard 9 wird im Einzeldeck auch gegen die Dealer-2 verdoppelt.
- Bei zwei Decks ändern sich einzelne Split-Entscheidungen.
Wie viele Decks im Spiel sind, steht am Tisch oder in der Regelübersicht des Spiels.
Erlaubt der Tisch Double after Split?
Double after Split (DAS) heißt: Sie dürfen nach dem Teilen auf eine der neuen Hände verdoppeln. Ist das erlaubt - und das ist an den meisten Tischen der Fall - gilt die Split-Tabelle oben unverändert. Ist es verboten, teilen Sie zurückhaltender:
- Zweier und Dreier nur gegen eine Dealer-4 bis -7.
- Sechser nur gegen eine Dealer-3 bis -6.
- Vierer gar nicht.
Manche Tische begrenzen auch das Verdoppeln: nur auf 9, 10 und 11, oder nicht auf Soft-Hände. Andere sind großzügiger und erlauben Verdoppeln auch mit drei Karten. Beides steht in den Tischregeln.
Diese Tabellen gelten nicht für jede Blackjack-Variante
Blackjack Switch, Spanish 21 und Blackjack Double Exposure haben eigene Regeln und brauchen eigene Strategien. Auch Nebenwetten wie 21+3 oder Perfect Pairs folgen der Basisstrategie nicht.
Vier Punkte bestimmen Ihre Entscheidungen, und alle vier stehen in der Regelübersicht: Anzahl der Decks, Verhalten des Dealers bei Soft 17, verdeckte Karte ja oder nein, Double after Split ja oder nein. Die genauen Kartenwerte und alle Tischregeln im Detail finden Sie in unserem Leitfaden zu den Blackjack Regeln. Wer die Basisstrategie insgesamt vertiefen will, findet mehr in unserer Blackjack Strategie und im Blackjack Guide.
💡 Experten-Tipp: Einen Überblick über alle Anbieter, die wir für den deutschen Markt geprüft haben, finden Sie auf unserer Startseite mit den beste Online Casinos.
Häufige Fragen zu Double Down und Split
Ist ein Double Down nach einem Hit möglich?
Nein. Verdoppeln ist nur mit Ihren ersten zwei Karten möglich - haben Sie schon gezogen, ist die Option weg. Einzelne Tische erlauben Verdoppeln auch mit drei Karten; das ist die Ausnahme und steht in den Tischregeln.
Sind Split und Double Down in derselben Runde möglich?
Ja, sofern der Tisch Double after Split erlaubt. Sie teilen Ihr Paar und können anschließend auf eine oder beide der neuen Hände verdoppeln. Ist DAS verboten, müssen Sie sich für eines von beidem entscheiden.
Sollte man bei 11 Punkten immer verdoppeln?
Fast immer. Hard 11 verdoppeln Sie gegen jede Dealer-Karte von 2 bis 10. Nur gegen ein Ass ziehen Sie - und an Tischen ohne verdeckte Dealer-Karte auch gegen die 10.
Kann ich in Deutschland online Blackjack spielen?
Nicht mit einer deutschlandweiten Lizenz. Bundesweit sind nur virtuelle Automatenspiele und Online-Poker lizenzierbar; Blackjack bleibt als Bankhalterspiel den Ländern vorbehalten, und Konzessionen haben bisher nur Schleswig-Holstein und Bayern erteilt. Legal spielen können Sie Blackjack in der Spielbank vor Ort.
Wie viele Karten bekomme ich nach dem Verdoppeln?
Genau eine. Danach ist Ihre Hand beendet, unabhängig vom Ergebnis.
Darf ich geteilte Asse weiterspielen?
In der Regel nicht. Auf jedes geteilte Ass bekommen Sie genau eine Karte. Kommt dabei 21 heraus, zählt das als 21 Punkte und nicht als Blackjack - die Auszahlung ist also 1:1 und nicht 3:2.
Was bedeutet Soft und Hard?
Eine Soft-Hand enthält ein Ass, das als 1 oder als 11 gezählt werden kann: Ass + 6 ist Soft 17. Eine Hard-Hand hat kein Ass oder eines, das zwingend als 1 zählt: 10 + 7 ist Hard 17. Der Unterschied ist wichtig, weil Sie mit einer Soft-Hand nicht überkaufen können.
Kann ich mit Double Down und Split den Hausvorteil aufheben?
Nein. Beide Optionen senken den Hausvorteil, weil Sie in günstigen Momenten mehr Geld im Spiel haben. Aufheben lässt er sich mit der Basisstrategie nicht.


