Poker Regeln für Anfänger

Poker Regeln für Anfänger

Poker ist ein faszinierendes Spiel. In Filmen wird gern der Eindruck erweckt, dass professionelle Spieler den Gegner lesen (= Tells bemerken) und so zu einer Entscheidung finden. Tatsächlich hat Poker viele strategische Elemente. Tells können widersprüchlich sein. Oder der Gegner gibt einen Tell bewusst preis, um schwach oder stark zu wirken (= Reverse Tell). Kurzum: Tells sind nicht verlässlich.

Was mehr Wirkung hat: Regelkunde. Aus diesem Grund haben wir für Sie einen Einsteiger-Guide verfasst. Hier erklären wir die Poker Regeln für Anfänger – in verständlichen Worten. Wir führen Sie durch die Poker Regeln auf Deutsch, erklären Ihnen, wie Cashgames und Turniere gespielt werden. Außerdem stellen wir Ihnen verschiedene Poker Varianten vor und zeigen, wie facettenreich und bunt das Spiel sein kann.


Überblick


Die Rangfolge der Poker Hände

Beim Pokern besteht das Ziel darin, an das Geld in der Mitte des Tisches (= den Pot) zu kommen. Entweder, indem Sie alle anderen aus dem Pot vertreiben, oder mit einem starken Blatt. Ist Ihre Hand stärker als die gegnerische, gehört der Pot Ihnen.

Nachstehend finden Sie alle Poker Hände in absteigender Rangfolge übersichtlich erklärt. Wir fangen mit dem stärksten Blatt an:

  • Royal Flush: Bestmöglicher Straight Flush. Zum Beispiel A-K-Q-J-T (Ass-König-Dame-Bube-Zehn) in einer Farbe.
  • Straight Flush: Eine Straight und ein Flush zugleich. Etwa 4-5-6-7-8 in einer Farbe.
  • Vierling: Vier Karten mit dem gleichen Nennwert: Beispielsweise 6-6-6-6. Synonyme, die Ihnen begegnen könnten: Quads oder Four of a kind.
  • Full House: Drei Gleiche und ein Paar: A-A-A-5-5.
  • Flush: Fünf Karten in der gleichen Farbe.
  • Straight: Fünf Karten in einer Reihenfolge: 2-3-4-5-6.
  • Drilling: Drei gleiche Karten: Etwa 5-5-5. Mögliche Synonyme: Set, Trips oder Three of a kind.
  • Zwei Paare: Zwei Asse und zwei Könige ergeben zwei Paare.
  • Ein Paar: Zwei Asse ergeben ein Paar.
  • High Card: Die höchste Karte wird gewertet.

Die Stärke der Hände richtet sich nach der Häufigkeit. Der Royal Flush ist so selten und schwierig zu bilden, dass Monate oder Jahre vergehen können, bevor Sie die Hand zu Gesicht bekommen.

Eine zweite Anmerkung: Obige Rangfolge bezieht sich auf Texas Hold’em, trifft jedoch auf viele andere Poker Varianten genauso zu. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wie Poker Hände gebildet werden

Kleine Vorbemerkung: Gemäß den Poker Texas Hold’em Regeln bestehen Hände immer aus fünf Karten. Selbst bei der High Card (= höchste Karte) betrachten wir alle fünf Karten. Das bedeutet: Wenn zwei Spieler die gleiche High Card vorweisen, schauen wir uns die nächsthöhere Karte an. Und so weiter. Bis ein Spieler die höhere High Card präsentieren kann. Bei einem Unentschieden wird der Pot geteilt.

Zu Beginn bekommen alle Spieler zwei Karten verdeckt (= Hole Cards) ausgeteilt. In der Mitte liegen bis zu fünf Gemeinschaftskarten. Sie haben also sieben Karten zur Auswahl, mit denen Sie die bestmögliche Fünf-Karten-Hand basteln. Sie dürfen eine Hole Card verwenden, keine oder beide verdeckten Karten. Allerdings gibt es Ausnahmen. Bei Omaha Poker müssen Sie immer zwei ihrer vier Hole Cards einsetzen. Bei Texas Hold’em liegt die Wahl jedoch bei Ihnen.

Welche Fünf-Karten-Hand Sie bilden, ist am Ende natürlich Glück. Spielen Sie online Poker, wird in der Ecke oft klein angezeigt, welche Hand Sie erzielt haben. Bei den ersten Gehversuchen ist das äußerst nützlich.

Allerdings: Es gibt Situationen, in denen sich ein Weiterspielen eher lohnt. Wir haben uns ein paar Beispiele ausgedacht.

  • ♠️ Flush-Draw: Am Flop (=dritte Gemeinschaftskarte) werden drei Karten offen aufgedeckt. In der Mitte liegen zwei Pik-Karten aus. Verdeckt (= Hole Cards) liegen zwei weitere Pik-Karten vor Ihnen. Mit einer weiteren Pik-Karte würden Sie einen Flush bilden. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie die unfertige Hand (= Draw) vervollständigen? Nun: Das Deck besteht aus 52 Karten und vier Farben. Ergo befinden sich 13 Pik-Karten im Deck. Vier Karten können wir streichen (= die Karten, die uns bekannt sind). Also bleiben neun Pik-Karten übrig. Eine Faustregel besagt, dass Sie die Karten, die Ihnen helfen (= Outs), mit dem Faktor 2 multiplizieren können. Damit ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit, den Draw mit der nächsten aufgedeckten Karte zu treffen. Bei neun Outs kommen wir auf 18 %. Bekommen Sie Turn und River (= zwei Gemeinschaftskarten) zu sehen, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit auf etwa 36 %.
  • ♠️ Straight-Draw: Bei Straight-Draws wird zwischen Gutshots (= Bauchschüssen) und Open-ended Straight Draws unterschieden. Beim Gutshot fehlt eine Karte in der Mitte. Zum Beispiel fehlt uns bei 5-6-8-9 eine Sieben. Open-ended Straight Draws sind dagegen in beide Richtungen geöffnet. Beispielsweise bei 6-7-8-9 der Fall. Mit einer Fünf oder Zehn können Sie die Straight komplettieren. Daraus folgt: Bei Open-ended Straight Draws haben Sie doppelt so viele Outs zur Verfügung. Damit verdoppelt sich auch die Wahrscheinlichkeit, eines der Outs zu treffen.
  • ♠️ Combo-Draws: Noch gefährlicher als ein Flush- oder Straight-Draw ist der Combo-Draw. Der Begriff wird verwendet, wenn Sie beispielsweise mit einem Flush- und Straight-Draw gleichzeitig spielen. Insgesamt kommen Sie so auf 15 Outs, die Ihnen weiterhelfen. Selbst wenn der Gegner mit einem Paar Asse die Führung übernimmt und Sie nichts weiter haben als den Draw, liegt Ihre Gewinnchance am Flop (= zwei Gemeinschaftskarten stehen noch aus) bei ungefähr 60 %. Mit anderen Worten: Combo-Draws können stärker sein als bereits fertige Hände.

Poker Texas Hold’em Regeln

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Nachfolgend führen wir Sie durch die Poker Regeln auf Deutsch. Der Text bezieht sich auf No-Limit Texas Hold’em. Diese Variante ist im Poker-Kosmos am weitesten verbreitet. Häufig wird „Poker“ sogar als Synonym verwendet, wenn eigentlich von Texas Hold’em die Rede ist. Der beschriebene Spielablauf lässt sich auf viele andere Poker Varianten übertragen. Zum Teil muss man die Unterschiede mit der Lupe suchen. Weiter unten erfahren Sie mehr über Omaha Poker.

Was den Regelwerken der Poker Spiele immer gemein ist:

  • ✔️ Erstens gibt es einen Zwangseinsatz. Die Blinds oder Ante-Einsätze hauchen den Poker-Tischen Leben ein.
  • ✔️ Zweitens gibt es immer eine oder mehrere Setzrunden. Damit bleibt der Bluff – das Kernelement des Poker-Spiels – erhalten.
  • ✔️ Drittens kommt es am Ende der Runde zu einem Showdown. Die Spieler müssen die Hole Cards aufdecken; das stärkste Blatt gewinnt.

Die Blinds und Positionen

Am Poker-Tisch gibt es verschiedene Positionen:

  • ♥️ frühe Positionen (= UTG, „under the gun“)
  • ♥️ mittlere Positionen (= MP, „middle position“)
  • ♥️ späte Positionen (= Cutoff und Button)
  • ♥️ Blinds: Small und Big Blind.

Die Positionen wechseln nach jeder Runde im Uhrzeigersinn und bestimmen, wann die Spieler an der Reihe sind. Und: Wer den Zwangseinsatz erbringen muss. Mit anderen Worten: Die Blinds. Die Blinds-Einsätze machen Poker interessant. Ohne den Zwangseinsatz könnte man geduldig auf die beste Hand warten (= ein Paar Asse) und nichts anderes spielen. Das wäre zwar sehr langweilig, ist aber tatsächlich die beste Strategie.

Nehmen wir einmal an, dass Sie die gleiche Strategie (= auf Asse warten) an einem Tisch mit Blinds ausprobieren. Der Big Blind entspricht 1€. Der Small Blind ist immer halb so groß wie der Big Blind: In diesem Fall 0,50€. Ein Paar Asse bekommen Sie im Schnitt alle 221 Mal ausgeteilt. Sitzen Sie an einem Tisch mit insgesamt sechs Spielern, müssten Sie die Blinds im Schnitt 37 Mal durchlaufen, bevor Ihnen das Paar Asse entgegenlacht. Die Kosten für die Blinds belaufen sich auf 55,50€. Diesen Betrag müssen Sie nun mindestens einspielen.

Die Blinds haben also Konsequenzen. Das Beispiel mit den Assen zeigt: Sie sollten gewillt sein, mehr Hände als bloß Asse zu spielen. Denn: Wenn Sie tatsächlich nur alle 221 Runden mitspielen, bekommen Ihre Mitspieler irgendwann Wind davon. Man wird Sie automatisch auf Asse setzen. Oder zumindest auf ein sehr starkes Blatt. Richtigerweise könnten Ihre Gegner sehr viele Hände ohne Gegenwehr aufgeben (= folden).

Limits

Es gibt verschiedene Varianten von Poker Turnieren oder Cashgames mit unterschiedlichen Limits:

  • ♦️ Pot-Limit (Einsatz darf höchstens dem Betrag im Pot entsprechen)
  • ♦️ Fixed-Limit (die Höhe der Einsätze ist festgelegt)
  • ♦️ No-Limit (Einsätze sind frei wählbar)

Online bekommen Sie an den Tischen so etwas wie „NL10“ angezeigt. „NL“ ist das Kürzel für No-Limit und weist darauf hin, dass Sie die Einsätze frei wählen können.

Die Zahl hinter NL entspricht normalerweise 100 Big Blinds am Tisch. An einem NL10-Tisch liegt der Big Blind also bei 0,10€; der Small Blind entsprechend bei 0,05€.

Beim Live-Poker ist die Lesart eine andere. Für gewöhnlich sind die Blinds Teil des Namens. Wird von NL 1/2 gesprochen, betragen die Blinds demnach 1€ und 2€.

Vor dem Flop (= Pre-Flop)

Nachdem die Blinds platziert worden sind, bekommen alle Spieler zwei Karten verdeckt ausgeteilt (= Hole Cards). Die verdeckten Karten machen aus Poker ein Spiel mit unvollständigen Informationen. Anders als bei Schach und anderen Spielen mit vollständigen Informationen mischt beim Pokern der Faktor Glück mit.

Der Spieler links vom Big Blind (UTG) trifft die erste Entscheidung. Jeder Spieler hat der Reihe nach drei Optionen:

  1. Raise: Sie können den aktuellen Einsatz erhöhen (= raisen). Bei Texas Hold’em muss das Raise mindestens dem Zweifachen der letzten Erhöhung entsprechen. Hat bisher niemand erhöht, müssen Sie für ein Raise das Doppelte des Big Blinds setzen.
  2. Call: Sie können den aktuellen Einsatz mitgehen (= callen). Gab es zuvor ein Raise, müssen Sie den gleichen Betrag in den Pot werfen. Gab es noch keine Erhöhung, gehen Sie den Big Blind mit.
  3. Fold: Sie können Ihre Karten abwerfen (= folden). Vor dem Flop (= pre-flop) steigen Sie aus der Hand aus. Sie tätigen keine weiteren Einsätze, haben aber auch keine Möglichkeit, den Pot einzuheimsen.

Gehen Sie den aktuellen Einsatz mit, kann der Call teurer werden, wenn hinter Ihnen ein Spieler zu einem Raise ansetzt. Auf ein Raise Ihrerseits können andere mit einem erneuten Raise antworten. Nachdem alle Mitspieler – im Uhrzeigersinn – eine Entscheidung getroffen haben, sind Sie wieder an der Reihe. Wieder haben Sie drei Optionen zur Auswahl: Raise, Call oder Fold.

Wurden alle Entscheidungen getroffen und sind zwei oder mehr Spieler übrig, werden die ersten drei Gemeinschaftskarten (= der Flop) aufgedeckt.

Poker-Expertenwissen

Flop (= Post-Flop)

In der Mitte des Tisches liegen bis zu fünf Gemeinschaftskarten. Sie dürfen Ihre Hole Cards beliebig mit den Gemeinschaftskarten kombinieren, um so das bestmögliche Blatt zu bilden. Die Gemeinschaftskarten sind für alle offen sichtbar. Der Flop besteht aus drei offenen Karten.

Nach dem Flop (= post-flop) kommt es zu einer weiteren Setzrunde. Allerdings gilt ab sofort eine andere Reihenfolge: Der Small Blind ist als Erstes an der Reihe, gefolgt vom Big Blind. Danach ist UTG an der Reihe und es geht wie pre-flop weiter. Keine Sorge: Die Reihenfolge bleibt nun gleich und ändert sich nicht mehr.

Am Flop gibt es zwei Möglichkeiten: Ist nach der Setzrunde nur noch ein Spieler übrig, endet die Hand. Besagter Spieler erhält den Pot; eine neue Runde beginnt. Verbleiben zwei oder mehr Spieler in der Hand, geht es weiter zum Turn.

Turn

Der Turn hält eine vierte Gemeinschaftskarte bereit. Nun haben Sie sechs Karten zur Auswahl, um Ihre Fünf-Karten-Hand zu bauen: Zwei verdeckte Hole Cards, vier Karten in der Mitte. Sie können eine oder beide Hole Cards verwenden.

Und wieder kommt es zu einer Setzrunde. Es gelten die gleichen Regeln wie am Flop, was die Reihenfolge betrifft. Wieder endet die Hand, wenn am Ende der Setzrunde nur noch ein Spieler mit dabei ist. Kämpfen weiter zwei oder mehr Spieler um den Pot, landen wir am River.

River

Der River beschert Ihnen die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte. Ihre Poker Hand kann sich danach nicht mehr verbessern. Theoretisch können Sie Ihr Blatt nur mit den Karten in der Mitte bauen.

Es folgt die allerletzte Setzrunde. Haben Sie kein starkes Blatt, müssen Sie sich entscheiden: Geben Sie auf oder halten Sie es für realistisch, den Gegner zur Aufgabe zu bewegen? Verzichten Sie auf einen Einsatz, kommt es zum Showdown.


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Der Showdown

Verweilen nach der letzten Setzrunde zwei oder mehr Spieler in der Hand, müssen die Spieler die Karten aufdecken. Der Spieler mit dem stärksten Blatt entscheidet den sogenannten „Showdown“ für sich. Haben beide Spieler die gleiche Hand, wird der Pot gerecht aufgeteilt.

Manchmal herrscht bei Anfängern Verwirrung, wenn beide Spieler keine nennenswerte Hand haben und nur die Gemeinschaftskarten einsetzen (= das Board spielen). Angenommen, in der Mitte liegen 6-6-A-8-8. Peter hat 5-5. Frank hat mit K-Q einen Flush-Draw verpasst. Wer gewinnt? Beide – der Pot wird geteilt. Technisch gesehen hat Peter drei Paare. Wenn Sie nach oben scrollen, werden Sie aber erkennen: Drei Paare gibt es nicht. Gesucht wird die beste Fünf-Karten-Hand. Drei Paare bestehen aus sechs Karten.

Ändern wir die Board-Textur ein wenig: In der Mitte liegen nun 6-6-8-8-8. Peter hat mit 6-7 einen starken Flop getroffen. Frank hat diesmal 4-4. Wieder wird der Pot geteilt. Peter hat theoretisch zwar zwei Drillinge. Tatsächlich spielen beide das Full House, das in der Mitte ausliegt. Geteilt (= Split Pot) wird auch, wenn wir Frank A-6 geben. Am Flop wäre Frank mit A-6 haushoher Favorit gegen 6-7. Nach dem River wird aber auch dieser Pot geteilt.

Was Sie als Anfänger beachten sollten: Laut Poker Texas Hold’em Regeln besteht eine Hand immer aus fünf Karten. Drucken Sie sich die Rangfolge der Poker Hände aus oder lassen Sie eine Seite mit entsprechender Übersicht geöffnet, bis Sie die Stärke der Blätter verinnerlicht haben.


Poker Regeln bei Cashgames und Turnieren

Neben Texas Hold’em gibt es dutzende Poker Varianten. Einige stellen wir Ihnen weiter unten vor. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie Poker spielen können. Bei Cashgames spielen Sie in jeder Runde um Echtgeld. Bei Turnieren oder Sit and Go‘s zahlen Sie eine Gebühr und erhalten im Gegenzug eine vordefinierte Anzahl Chips. Holen Sie sich eine gute Platzierung, so erhalten Sie ein Preisgeld. Nun gehen wir detailliert darauf ein, was die Formate auszeichnet.

Cashgames

An Cashgame-Tischen sitzen die Spieler mit Echtgeld. Holen Sie sich an der Kasse Ihrer Spielbank Chips im Wert von 100€, spielen Sie mit diesem Betrag. Die Online Poker Regeln sehen häufig vor, dass sich die Spieler für 100 Big Blinds einkaufen (=Buy-in). Bei Blinds von 0,05€/0,10€ müssen Sie sich mit 10€ an den Tisch setzen.

Fallen Sie unter 100 Big Blinds, können Sie an Cashgame-Tischen häufig nachlegen. Gleiches gilt, wenn Sie das komplette Buy-in verlieren. Oft gibt es in der Online-Poker-Software eine Option, mit der Sie automatisch nachladen, wenn Ihre Chips (= Ihr Stack) unter einen bestimmten Betrag fallen.

Nicht jeder Cashgame-Tisch ist gleich:

  • ♣️ Reguläre Tische: funktionieren wie in der lokalen Spielbank. Sie setzen sich an einen freien Tisch oder eröffnen einen neuen Tisch. Runde für Runde treten Sie gegen die gleichen Spieler an, bis jemand den Tisch verlässt und/oder ein neuer Spieler dazukommt.
  • ♣️ Zoom / Fast Forward: Unter Begriffe wie diese fällt das schnelle Cashgame, das nur online verfügbar ist. In jeder Runde sitzen Sie an einem neuen Tisch mit neuen Gegnern. Je größer der Spielerpool, desto seltener bekommen Sie Namen mehrmals hintereinander zu Gesicht. Das Poker Spiel ist anonymer. Nachdem Sie Ihre Karten abgeworfen haben, können Sie sofort neue Karten anfordern. Anders als an regulären Tischen müssen Sie also nicht warten, bis Ihre Mitspieler die Runde beendet haben.
  • ♣️ Ante-Tische: An manchen Tischen werden neben den Blinds Ante-Einsätze gefordert. Das Ante muss von jedem Spieler gezahlt werden. Spieltheoretisch erzeugen Ante-Einsätze noch mehr Action. Schließlich steigen die Kosten pro Runde. Folglich müssen mehr Hände – aggressiv – gespielt werden, um die steigenden Unkosten auszugleichen.

Turniere

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Bei Poker-Turnieren zahlen Sie einmalig eine Teilnahmegebühr und erhalten dafür Chips. Das Turnier ist vorbei, wenn Sie entweder keine Chips mehr übrig haben oder wenn – was seltener passieren wird – außer Ihnen keine Spieler mehr übrig sind. Wie bei Cashgames gibt es Blind-Einsätze, damit das Turnier vorangeht. Die Blinds steigen kontinuierlich. Wie lange ein Blind-Level dauert, ist höchst unterschiedlich. Bei Live-Turnieren steigen die Levels manchmal erst nach einer Stunde. Im Internet vergehen oft nur zehn Minuten. Allerdings gibt es auch Turniere, bei denen die Levels nur drei Minuten dauern.

Normalerweise schaffen es zwischen 10 % und 20 % der Spieler ins „Geld“. Gemeint ist: So viele Spieler bekommen ein Preisgeld ausgezahlt. Selbst professionelle Turnierspieler gehen meist leer aus. Wirklich interessant werden die Preisgeld-Sprünge am Final Table, dem letzten verbleibenden Tisch. Jeder Spieler, der ausscheidet, bringt Ihnen mehr Geld ein. Diese späte Phase bei Turnieren ist sehr gefährlich. Jede falsche Entscheidung kann das Ende bedeuten und Sie um viel Preisgeld bringen.

Turniere lassen sich ähnlich wie Cashgames in verschiedene Kategorien unterteilen:

  • ♠️ Freezeout: Das klassische Turnierformat. Haben Sie alle Chips verloren, ist das Turnier für Sie beendet.
  • ♠️ Re-Entry : Nachdem Sie ausgeschieden sind, können Sie sich erneut einkaufen. Häufig ist die Anzahl der Re-Entrys begrenzt. Re-Entrys lassen sich nur während der Anmeldephase nutzen.
  • ♠️ Rebuy: Funktioniert ähnlich wie Re-Entry. Bei Rebuy-Turnieren können Sie sich doppelt einkaufen – also mit dem doppelten Start-Stack. Nach Ende der Anmeldephase gibt es oft die Option, ein Add-on zu kaufen. Das Add-on hält weitere Chips bereit, oft mehr als bei einem Rebuy, obwohl die Kosten die gleichen sind.

Wie Sie sich vielleicht schon gedacht haben, erfordern Turniere mehr Zeit als Cashgames. An den Cashgame-Tisch können Sie Platz nehmen, wann immer Ihnen der Sinn danach steht. Für Turniere müssen Sie sich Zeit nehmen. Die großen Sonntags-Turniere laufen oft zehn Stunden oder sogar noch länger. Das Teilnehmerfeld ist derart groß, dass Sie noch tief in der Nacht beschäftigt sind. Größere Live-Turniere wie die European Poker Tour (=EPT) oder Events der World Series of Poker (= WSOP) erstrecken sich oft über mehrere Tage.

Nur, weil Sie weniger Zeit haben, müssen Sie nicht auf Turniere verzichten. Spielen Sie zum Beispiel auf kleineren Seiten, ist das Turnier schneller zu Ende. Das Teilnehmerfeld schrumpft, die Varianz (= Zeitraum, in dem Sie viel Glück oder Pech haben) ist geringer. Sie können auch Turniere mit einer schnelleren Blinds-Struktur ausprobieren. Bei Turbo-Turnieren steigen die Blinds alle fünf Minuten, bei Hyper-Turbos alle drei Minuten.

Eine dritte Möglichkeit: Spielen Sie …

Sit and Gos

Sit and Gos laufen im Prinzip genauso wie Turniere ab. Mit dem Unterschied, dass (meistens) an einem einzigen Tisch gespielt wird. Turniere finden außerdem zu festen Zeiten statt; das Sit and Go startet, sobald sich genügend Spieler angemeldet haben.

Aufgrund der überschaubaren Teilnehmerzahl steht der Sieger bei Sit and Gos häufig bereits nach 30 Minuten fest. Bei Sit and Gos gibt es ebenfalls verschiedene Spielarten:

  • ♥️ Reguläre Sit and Gos: Sie treten gegen bis zu acht Mitspieler an. Es gelten die gleichen Poker Regeln wie bei Turnieren. Die Blind-Levels starten gemächlich. Oft ist der Start-Stack kleiner als bei Turnieren.
  • ♥️ Jackpot Sit and Gos: Eine besondere Form des Sit and Gos, die erst vor ein paar Jahren aufgekommen ist. Bei den meisten Jackpot Sit and Gos spielt man zu dritt. Bevor das Spiel startet, wird der Preispool ausgewürfelt. Häufig spielt man um ein eher uninteressantes Preisgeld (etwa das Doppelte des Einsatzes). Mit etwas Glück treffen Sie einen größeren Preispool (das 25-fache des Einsatzes) oder einen Jackpot (das 1.000- oder 10.000-fache). Der Jackpot wird mit den häufigen, schwächeren Preispools gegenfinanziert.
  • ♥️ Heads-Up Sit and Gos: Sit and Gos lassen sich wahlweise zu zweit (= Heads-Up) spielen. Heads-Up-Poker treibt die Varianz in die Höhe. Sind Sie dabei, die grundsätzlichen Poker Regeln einfach zu verinnerlichen? Halten Sie Abstand von Heads-Up-Formaten. Um das Format erfolgreich zu spielen, müssen Sie fast alle ausgeteilten Hände spielen können. Das heißt: Auch schwache Hände wie J-6 oder K-5. Sie müssen in der Lage sein, aggressiv zu bluffen und in schwierigen Situationen den Call finden. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch – selbst für gestandene Profis.

3 Card Poker Regeln Deutsch

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3 Card Poker gehört zu den Poker Spielen, bei denen Sie gegen den Kartengeber im Casino antreten und nicht gegen andere Spieler. Da Sie gegen das Haus spielen, werden Sie langfristig immer das Nachsehen haben.

Zu den Regeln: Zu Beginn müssen Sie den Ante-Einsatz entrichten. Drei Karten werden ausgeteilt. Sie entscheiden nach einem Blick auf die Karten, ob Sie erhöhen (= einen weiteren Einsatz entrichten) oder aussteigen wollen. Poker Hände werden bei dieser Variante nur mit diesen drei Hole Cards gebildet. Flush, Straight und Straight Flush bestehen aus drei Karten. Der Mini-Royal ist das Äquivalent zum Royal Flush und besteht aus der Folge A-K-Q in einer Farbe.

Vor Beginn einer Runde können Sie mit „Pair Plus“ eine Nebenwette eingehen. Erwischen Sie ein gutes Blatt (= Paar oder besser), geht damit eine weitere Auszahlung einher. Achtung: Erst ab einem Paar Damen oder höher gibt es eine Auszahlung für die Option Pair Plus.

5 Card Poker Regeln

Mit 5 Card Poker ist in der Regel Five Card Draw gemeint: Das Poker des Wilden Westens. Diese Variante wurde gespielt, bevor Texas Hold’em die Welt eroberte.

Die Poker Regeln auf Deutsch: Jeder Spieler zahlt ein Ante. Daraufhin bekommen alle Kontrahenten fünf Karten verdeckt ausgeteilt. Das Spielziel ist dasselbe wie heute: Bilden Sie eine starke Hand und bitten Sie Ihre Mitspieler zur Kasse. Oder bringen Sie alle anderen mit geschickten Einsätzen und Bluffs zum Folden.

Nach der ersten Setzrunde haben Sie die Möglichkeit, Karten zu tauschen. Je nach Variante können Sie alle, vier oder bloß drei Karten auswechseln. Verbleiben nach der zweiten Setzrunde, die darauf folgt, zwei oder mehr Spieler in der Hand, kommt es zum Showdown. Dabei gelten die gleichen Regeln wie weiter oben beschrieben.

Triple Draw ist eine moderne Variante, die heute noch gespielt wird. Der Clou: Bei diesem Spiel werden die 5 Card Poker Regeln ausgehebelt, denn Sie dürfen die Karten insgesamt dreimal tauschen. Meist wird Triple Draw Lowball gespielt. Anders als bei den meisten anderen Poker Varianten gewinnt hier die schwächste Hand.

Omaha Poker Regeln

Omaha ist nach Texas Hold’em das zweitbeliebteste Pokerspiel. Das Spielprinzip ist dasselbe. Es gibt ebenfalls fünf Gemeinschaftskarten, die Anzahl der Setzrunden ist gleich. Einziger Unterschied: Sie bekommen vier Hole Cards ausgeteilt.

Damit geht eine zweite Besonderheit einher, über die Anfänger gern stolpern: Sie müssen zwei Hole Cards verwenden. Immer. Liegen in der Mitte zum Beispiel vier Karten der gleichen Farbe, müssen Sie zwei Karten der gleichen Farbe als Hole Cards vorweisen können. Ansonsten haben Sie keinen Flush. Ein anderes Beispiel: In der Mitte liegen 6-6-7-7-2 aus. Ihre Hole Cards: A-K-Q-7. Haben Sie ein Full House? Nein. Da Sie zwei Karten aus Ihrer Hand verwenden müssen, ist die beste Fünf-Karten-Hand A-7-7-7-6 (= ein Drilling).

Omaha wird im Gegensatz zu Texas Hold’em standardmäßig als Pot-Limit-Variante angeboten. Es erfordert mehr Einsätze, um vor dem Flop alle Chips unterzubringen (= All-in).

Zwei exotische Omaha Poker Spiele, die sehr unterhaltsam sein können:

  • ♦️ Omaha Hi-Lo: Hi-Lo bedeutet, dass bei diesem Spiel die beste und die schlechteste Hand Anspruch auf einen Teil des Pots haben. Am besten eignen sich daher Starthände, denen es gelingt, starke und schwache Hände zu bilden. Hi-Lo Poker Varianten spielen sich deutlich taktischer. Die Regeln führen dazu, dass der Pot oder Teile des Pots häufig geteilt werden (= letzteres etwa, wenn ein Spieler die Hi Hand gewinnt und beide Spieler das gleiche Lo vorweisen können).
  • ♦️ 5 Card Omaha: wird wie das klassische Omaha gespielt. Allerdings bekommen Sie nun fünf Karten ausgeteilt. Mit viel Glück können Sie so einen Royal Flush auf die Hand erhalten. Denken Sie aber daran: Sie dürfen und müssen bloß zwei Hole Cards verwenden. Zu früh gefreut über den Royal!

Im Vergleich zu Texas Hold’em liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Omaha Händen deutlich enger zusammen: Bei Hold’em Poker behalten Sie mit einem Paar Asse vor dem Flop in 80 % der Fälle die Oberhand. Bei Omaha erreichen Sie extrem selten vergleichbare Werte.

Omaha ist in erster Linie ein Draw-Spiel. Am Flop ist ein Drilling wesentlich schwächer als bei Hold’em. Wichtig ist, dass Sie zu den Nuts (= den stärksten Händen) zählen. Dass Sie mit Ihrem Flush auf einen Flush des Gegners treffen, kommt bei Omaha sehr viel häufiger vor. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Starthände darauf, dass diese nach Möglichkeit zwei (hohe) Flush-Draws abdecken und die Karten nah beieinander liegen. A-Q-J-T in Pik und Herz wäre beispielsweise sehr stark. Zwei Paare wie Q-Q-9-9 können ebenfalls gut gespielt werden.

Weitere Poker Varianten

  • ♣️ 6+ Hold’em: Vor allem in asiatischen Breitengraden populär. Das Karten-Deck ist kleiner (= Short Deck), da die Karten 2 bis 5 aus den Decks entfernt werden. Das hat Auswirkungen auf die Rangfolge der Poker Hände. Der Flush ist jetzt stärker als das Full House, da dieser schwieriger zu bilden ist. Außerdem wird A-6-7-8-9 als Straße gewertet – das Ass zählt nun als Fünf.
  • ♣️ Seven Card Stud: Bei dieser Variante haben Sie viel mehr Informationen über die Hand des Gegners. Jeder Spieler bekommt – im Verlaufe mehrerer Setzrunden – bis zu sieben Karten ausgeteilt. Drei Karten verdeckt, vier offen. Die zusätzlichen Informationen zwingen die Spieler dazu, Bluffs sorgfältig zu planen.
  • ♣️ Razz: Der Gegenpart zu Stud. Deshalb auch als Seven Card Stud Lowball bekannt. Statt einer starken Hand versuchen Sie, eine möglichst schwache Hand zu bilden. Das Ass ist die niedrigste Karte. Straights und Flushes werden nicht berücksichtigt. Das heißt, A-2-3-4-5 wäre die beste (= schwächste) Hand.

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FAQs


Ja. Wenn Sie bessere Entscheidungen treffen als Ihre Mitspieler (= weniger verlieren, wenn Sie hinten liegen / mehr gewinnen, wenn Sie vorne sind), können Sie Poker erfolgreich spielen. Es gibt sogar Spieler, die allein mit Poker ihren Lebensunterhalt bestreiten.

In dem Fall wird der Pot geteilt (= Split Pot). Befinden sich drei Spieler in der Hand, erhält jeder Spieler 33 % des Pots, bei vier Spielern 25 % und so weiter.

Bei No-Limit Texas Hold’em können Sie beliebig oft erhöhen. An Cashgame-Tischen folgt auf die dritte Erhöhung (= 4-Bet) häufig ein All-in (= alle Chips werden gesetzt), weil sich bereits so viel Geld im Pot befindet.

Online-Poker ist rechtlich eine Grauzone und wird zumindest geduldet. Glücksspiele sind online laut dem 2011 geschlossenem Staatsvertrag verboten; die Dienstleistungsfreiheit der EU hebt das Verbot effektiv aber auf. Es ist noch nicht 100%ig geklärt, ob Poker zu den Glücksspielen gezählt werden kann.

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bestreiten Sie mit Poker Ihren Lebensunterhalt, werten die Finanzämter in Deutschland Poker oft als Geschicklichkeitsspiel. Ihre Einkünfte aus dieser selbstständigen Arbeit müssen versteuert werden. Wer nur hobbymäßig spielt, ist von der Regelung nicht betroffen.

Omaha Poker wird mit einem Kartendeck mit 52 Karten gespielt. Jeder Spieler erhält vier verdeckte Karten, statt zwei wie bei Texas Hold‘em. Die Karten, die ein Spieler verdeckt erhält, heißen Hole Cards. Der Spieler, der mit fünf Karten (zwei seiner Karten und drei vom Board) die beste Hand bildet, gewinnt den Pot.

Setzt ein Spieler all seine Chips, so ist er „All-in“. Dies kann er nur bei einem No Limit Texas Hold‘em Spiel machen, denn bei einem Limit Spiel sind die Einsätze fix vorgegeben. Hat der Spieler jedoch nicht genügend Chips, um einen Einsatz mitzugehen, so ist er auch in einem Limit Spiel All-in.

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